Johann Tetzel predigte in Jüterbog Ablässe – ein Auslöser für Luthers Kritik.
Johann Tetzel machte Jüterbog im frühen 16. Jahrhundert zu einem zentralen Schauplatz der Reformationsgeschichte.
Ablasspredigten in Jüterbog:
der Dominikanermönch Johann Tetzel (1465–1519) predigte im Auftrag des Mainzer Erzbischofs Albrecht von Brandenburg den Ablasshandel
Ort: vor allem die Nikolaikirche Jüterbog
Gläubige konnten Ablassbriefe kaufen, die angeblich Sündenstrafen verkürzten
viele Menschen aus Wittenberg kamen extra nach Jüterbog, um dort Ablässe zu erwerben – da in Kursachsen selbst kein Ablasshandel erlaubt war
Folge:
Martin Luther war empört über diese Praxis → er formulierte am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen in Wittenberg
damit wurde Jüterbog indirekt zu einem wichtigen Auslöser der Reformation
Bedeutung heute:
Jüterbog nennt sich gern die „Ablass-Stadt“
die Nikolaikirche ist ein zentraler Reformationsort in Brandenburg
Touristen können auf den Spuren von Tetzel und Luther wandeln


