Niederdeutsch – Plattdüütsch
Niederdeutsch (auch Plattdeutsch genannt) ist die einzige Regionalsprache Deutschlands. Es handelt sich nicht um einen Dialekt des Hochdeutschen, sondern eine eigenständige germanische Sprache, die z.B. mit dem Englischen und Friesischen verwandt ist. Zu Zeiten der Hanse war sie Hochsprache, später überwiegend mündlich gebrauchte Sprache im Privatbereich. Auch in Fontanes Werken ist sie zu entdecken.
Sprachgebiet
Brandenburg zählt mit Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein zu den acht deutschen Bundesländern, in denen Platt traditionell gesprochen wird. In Brandenburg selbst gehörten alle heutigen Landkreise und kreisfreien Städte mit Ausnahme der Lausitz zum historischen niederdeutschen Sprachgebiet. Heute gibt es kein geschlossenes Sprachgebiet. An verschiedenen Orten Brandenburgs zwischen Fläming, Havelland, Prignitz, Uckermark und Barnim wird Platt gesprochen, in Vereinen gepflegt und weitergegeben. Mitunter ist es auch an Schildern zu sehen oder touristisch zu erleben. Das niederdeutsche Theater ist seit 2014 Bestandteil des Verzeichnisses des immateriellen Kulturerbes in Deutschland.

