Kulturministerin Dr. Manja Schüle übergibt morgen gemeinsam mit dem Potsdamer Kulturbeigeordneten Torsten Wiegel und dem Kirchenmusikdirektor des Evangelischen Kirchenkreises Potsdam und Nikolaikantor, Björn O. Wiede, das Aufführungsmaterial des Potsdam Requiems an die Direktorin der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam, Marion Mattekat, für den Bestand der Sammlung Brandenburgica.
Das von Björn O. Wiede komponierte Potsdam Requiem wurde am 14. April 2013 in der Nikolaikirche uraufgeführt und seither zu jedem Jahrestag aufgeführt. Das achtteilige Werk für ein kammermusikalisch besetztes Instrumentalensemble, einen Chor und Solisten erinnert an die Zerstörung der Stadt am 14. April 1945 durch Bomber der Royal Air Force. Dabei wurden große Teile der Innenstadt zerstört, fast 1.600 Menschen starben. Das Requiem vereint Texte aus dem Neuen und Alten Testament, Zeitzeugenberichte sowie Zitate aus Kompositionen von Mozart und Bach, die mit Potsdam verbunden sind. Als herausragendes Stück aktueller Zeit- und Musikgeschichte soll die Komposition künftig in der Bibliothek gesichert werden und für Forschung zur Verfügung stehen. Die Stadt- und Landesbibliothek erhält Partituren, Aufführungsmaterial, Programmhefte und Plakate sowie mehr als 40 Bände der ersten Bach-Ausgabe (1851-1899) aus den Beständen der Nikolaikirchengemeinde.
Sowohl bei den Materialien des Potsdam Requiems als auch bei der alten Bach-Gesamtausgabe handelt es sich um bedeutsame Ergänzungen für die Brandenburgica, der bedeutendsten Sammlung zur Geschichte Brandenburgs, die durch die Stadt- und Landesbibliothek Potsdam (SLB) betreut wird. Seit 1992 nimmt die in Trägerschaft der Landeshauptstadt Potsdam befindliche SLB auch landesbibliothekarische Aufgaben wahr. Das Land Brandenburg fördert die Stadt- und Landesbibliothek in Potsdam mit jährlich 684.100 Euro. Weitere Informationen: www.bibliothek.potsdam.de












