30. Januar 2026 / Politik in Brandenburg

Mehr Integrationshilfe für Zugewanderte

Landesweit 14 kommunale Welcome Center-Projekte ab 2026 – Arbeitslosenquote liegt bei 6,7 Prozent.

Veröffentlicht am 30. Januar 2026 um 10:36 Uhr von Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz

Ab diesem Jahr werden landesweit 14 Projekte im Rahmen der ESF+ Richtlinie „Willkommen in Brandenburg“ gefördert. Sie sollen das Land Brandenburg darin unterstützen, die berufliche und gesellschaftliche Integration von Migrantinnen und Migranten voranzubringen.

Die kommunalen Welcome Center dienen als zentrale Anlaufstellen, die Einwandernde umfassend zu allen relevanten Themen informieren und beraten. Ob bei Fragen zur Anerkennung von Berufsabschlüssen, dem Zugang zu Sprachkursen, rechtlichen Fragen oder der Integration in den Arbeitsmarkt – die Welcome Center verweisen auf die spezialisierten Beratungsangebote vor Ort und bieten praxisorientierte Hilfe und individuelle Unterstützung.

„Die Erweiterung auf 14 Projekte beweist, wie wichtig der Landesregierung die erfolgreiche Integration von eingewanderten Männern und Frauen ist. So können wir noch mehr Personen mit Migrationsgeschichte erreichen und sie bei der nachhaltigen Integration unterstützen“,

sagt Arbeitsminister Daniel Keller.

 

Schon heute sind in Brandenburg 123.170 Ausländerinnen und Ausländer beschäftigt (Stand: September 2025), was 12,7 Prozent der gesamten Beschäftigten in Brandenburg ausmacht. Die Anzahl der Beschäftigten mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit nimmt rasant zu – allein in den letzten vier Jahren sind es circa 42.000 ausländische Beschäftigte mehr geworden, die den demografisch bedingten Rückgang der Zahl deutscher Erwerbstätiger kompensieren.

Auch immer mehr Geflüchtete sind auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich integriert. Mittlerweile sind 8.630 Menschen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit und 13.260 Menschen aus Asylherkunftsländern im Land Brandenburg beschäftigt, was beinahe 20 Prozent aller Beschäftigten mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit ausmacht.

„Angesichts des demografischen Wandels kommt es darauf an, die wachsende Zahl ausländischer Beschäftigter in Brandenburg zu halten. Die Welcome Center leisten dabei einen wichtigen Beitrag, in dem sie mit Rat und Tat bei allen Fragen um Beschäftigung und darüber hinaus zur Verfügung stehen“, so Arbeitsminister Keller.

Weitere Informationen zu den Projekten im Rahmen der ESF+ Richtlinie „Willkommen in Brandenburg“ finden Sie hier:  https://arbeit.wfbb.de/foerderprogramme/willkommen-brandenburg.

Aus dem Arbeitsmarktbericht:

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Januar 2026 in Brandenburg 90.673 Menschen arbeitslos, davon 38.689 Frauen (42,7 Prozent) und 51.984 Männer (57,3 Prozent). Das sind 5.170 Personen mehr als im Dezember 2025 und 1.798 mehr als im Januar 2025.

 

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