Das Kulturministerium unterstützt die Sanierung der gefährdeten Strebepfeiler der Oberkirche St. Nikolai in Cottbus/Chóśebuz mit 20.000 Euro aus Mitteln der Denkmalhilfe. Kulturministerin Dr. Manja Schüle: Ob Kirche oder Schloss, Industriehalle oder Vierseithof, Dampflok oder Lastkahn: Brandenburgs Denkmale sind Teil unserer kulturellen Identität und Geschichte – sie zu bewahren ist Aufgabe des Denkmalschutzes. Das gelingt nur gemeinsam. Denkmalschutz ist kein Luxus, sondern unsere gemeinsame Verantwortung. Deshalb stellen wir auch im Rahmen der Denkmalhilfe jährlich zwei Millionen Euro bereit, um besonders gefährdete Denkmale zu sichern. Ich freue mich, dass wir damit dafür sorgen können, die größte mittelalterliche Kirche in der Niederlausitz standfest zu machen und auch für künftige Generationen zu erhalten.“
Die Oberkirche St. Nikolai ist eine spätgotische Backsteinkirche. Eine Kirche an diesem Standort ist bereits seit dem Jahr 1156 urkundlich belegbar. Der Bau des jetzigen Sakralgebäudes wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts begonnen und im 16. Jahrhundert fertiggestellt. Im Jahr 1537 wurde die Kirche im Zuge der Reformation evangelisch. Ende des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts erfolgte eine umfassende Sanierung der Kirche. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges brannte die Kirche aus. Nach dem Wiederaufbau wurde sie 1955 neu eingeweiht.
Im Rahmen der Denkmalhilfe zur Sicherung von bedrohten Denkmalen stehen in diesem Jahr insgesamt rund 2 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung. Damit können etwa 40 dringende Sanierungs- und Sicherungs-Projekte gefördert werden. Das Kulturministerium stellt in diesem Jahr insgesamt rund 25 Millionen Euro für die Denkmalpflege bereit. Die Mittel fließen – neben der Denkmalhilfe – in die Kofinanzierung von Bundesprogrammen zum Erhalt von Denkmalen sowie unter anderem an die Kirchen, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten für den Erhalt ihrer Bausubstanz. Insgesamt gibt es rund 25.000 eingetragene Denkmale im Land Brandenburg, darunter mehr als 14.000 Bau- und Kunstdenkmale sowie etwa 11.000 Bodendenkmale.

