10. Januar 2026 / Aus aller Welt

Nasa holt ISS-Crew kommende Woche zurück

Wegen eines medizinischen Problems holt die US-Raumfahrtbehörde eine Besatzung vorzeitig von der ISS zurück. Losgehen soll es am Mittwoch.

Die vierköpfige «Crew 11» wird vorzeitig zurückgeholt. (Archivbild)
von dpa

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will die vorzeitige Rückholung einer vierköpfigen Astronauten-Besatzung von der Internationalen Raumstation ISS am kommenden Mittwoch beginnen. Man plane, die Crew-11-Mission frühestens am 14. Januar um 17.00 Uhr US-Ostküstenzeit (23.00 Uhr MEZ) von der ISS abzukoppeln, sollten es die Wetterbedingungen erlauben, hieß es in einer Mitteilung der Raumfahrtbehörde in Washington.

Wenn alles nach Plan läuft, sollen die vier Mitglieder der «Crew 11» dann voraussichtlich am Donnerstag, dem 15. Januar, gegen 3:40 Uhr morgens (9.40 Uhr MEZ) vor der Küste Kaliforniens wassern. Der genaue Zeitpunkt könne aber erst festgelegt werden, wenn das Abdocken näher rücke. Vieles hänge vom Wetter, dem Seegang und anderen Faktoren ab, hieß es weiter.

Außeneinsatz an der ISS kurzfristig abgesagt

Die Nasa hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass sie erstmals in der Geschichte der Internationalen Raumstation ISS eine vierköpfige Astronauten-Besatzung wegen gesundheitlicher Probleme eines Crew-Mitglieds vorzeitig zur Erde zurückholen wolle. Zur Identität des Crew-Mitglieds und zu Details der gesundheitlichen Probleme wollte sich die Nasa nicht äußern. Es habe aber nichts mit der Arbeit der Crew an Bord der ISS zu tun und es handle sich auch nicht um einen Notfall, sagte der Chef-Mediziner der Nasa, James Polk. Das Crew-Mitglied sei in stabilem Zustand.

Die Nasa hatte wegen der gesundheitlichen Probleme des Crew-Mitglieds bereits einen für Donnerstag geplanten Außeneinsatz an der ISS kurzfristig abgesagt. An dem Außeneinsatz hätten die US-Astronauten Zena Cardman und Michael Fincke teilnehmen sollen. Sie sind gemeinsam mit dem japanischen Raumfahrer Kimiya Yui und dem russischen Kosmonauten Oleg Platonow seit Anfang August als «Crew 11» an Bord der ISS. Sie sollten eigentlich noch ein paar Wochen dort bleiben.


Bildnachweis: © John Raoux/AP/dpa
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