Der Start in die neue Woche könnte vor allem für Pendler herausfordernd werden. In einigen Regionen droht laut den Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) weiter gefrierender Regen und Straßenglätte. Für Montag hat die Gewerkschaft Verdi zudem in fast allen Bundesländern zu Warnstreiks bei kommunalen Verkehrsunternehmen aufgerufen. Hintergrund sind die parallel laufenden Tarifverhandlungen. Es drohen erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. In der Nacht zum Montag könne im Nordwesten sowie vereinzelt Richtung Landesmitte zeitweise gefrierender Regen oder auch Schnee fallen, teilte der DWD in Offenbach mit. Lokal bestehe Glatteisgefahr. Tagsüber könnten sich die Menschen im Nordosten sowie ganz im Süden zeitweise auf etwas Sonne freuen, erklärt Meteorologe Nico Bauer vom DWD. Ansonsten sei der Himmel meist wolkenverhangen. «Im Westen fallen hier und da auch ein paar Tropfen. Im äußersten Nordwesten kann dieser auch gefrieren.» Die Spanne bei den Höchstwerten liegt zwischen minus 8 Grad an der Oder und plus 11 Grad entlang des Oberrheins. Die Berliner Stadtreinigung (BSR) gibt angesichts des anhaltenden Winterwetters ab sofort kostenlos Splitt ab. Berlinerinnen und Berliner haben an zehn BSR-Betriebshöfen die Möglichkeit, sich Splitt für den privaten Gebrauch in selbst mitgebrachte Eimer oder andere Behälter füllen zu lassen. Teils spiegelglatte Gehwege sind in Berlin seit Tagen ein Ärgernis. Der Senat hat deshalb inzwischen angekündigt, den Einsatz von Streusalz kurzfristig zu erlauben - eigentlich ist er aus Umweltgründen weitgehend verboten. Trotz des Warnstreiks im Berliner Nahverkehr am Montag sollen Straßenbahnen im Einsatz sein, um ein erneutes Einfrieren von Oberleitungen zu verhindern. Einen entsprechenden Kompromiss haben Verdi und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) geschlossen, wie beide mitteilten. Die Straßenbahnen fahren ohne Passagiere. Hintergrund dieser Sondervereinbarung ist die Hoffnung, am Dienstag nach dem Warnstreik wieder stabil fahren zu können, wenn die Oberleitungen frei von Eis gehalten werden, sagte eine BVG-Sprecherin. Fahrgäste in zahlreichen deutschen Städten müssen sich am Montag wegen Warnstreiks auf erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Aktion ist Teil bundesweiter Arbeitsniederlegungen. Niedersachsen ist nach Angaben von Verdi zunächst nicht betroffen, da dort noch die Friedenspflicht gelte. In den Verhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi unter anderem kürzere Wochenarbeitszeiten und längere Ruhezeiten, aber auch höhere Zuschläge. Am Wochenende sorgte das Winterwetter teils für schwere Unfälle und Probleme auf der Schiene. Wegen starker Schneeverwehungen war der Zugverkehr zwischen Braunschweig und dem Harz erheblich gestört. Auf der Strecke Braunschweig–Vienenburg–Goslar/Bad Harzburg war kein geregelter Betrieb möglich, teilte das Eisenbahnunternehmen erixx mit. Es komme zu zahlreichen Zugausfällen und teils sehr starken Verspätungen. Mit einem geregelten Zugbetrieb sei voraussichtlich frühestens ab Montagmittag zu rechnen. Die für die Räumung benötigte Schneefräse stehe aktuell nicht zur Verfügung. Bei einem Autounfall auf einer schneeglatten Straße in Ostfriesland kam ein 29-Jähriger ums Leben. Er saß als Beifahrer im Auto eines 27-Jährigen, der mit seinem Wagen bei Holtland von der Straße abgekommen war, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Dort sei das Auto gegen einen Baum geprallt. Der Beifahrer starb durch den Aufprall in der Nacht auf Samstag. Der Fahrer wurde schwer verletzt.Lokale Glatteisgefahr
Mit kostenlosem Splitt spiegelglatte Gehwege sichern
Leere Sonderfahrten der Straßenbahnen trotz Warnstreiks
In vielen Städten bleiben Busse und Straßenbahnen im Depot
Schneeverwehungen stoppen Zugverkehr im Harz
Tödlicher Unfall bei Glätte
Bildnachweis: © Fabian Sommer/dpa
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Zum Wochenstart in vielen Regionen weiter winterlich
Winterwetter und Glätte sorgen vielerorts weiter für Gefahren auf den Straßen und Einschränkungen im Schienenverkehr. Montagfrüh kommen noch Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr hinzu.
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