29. September 2025 / Aus aller Welt

Vier Tote bei Gewalttat – «Oldenburg trauert»

In einem Wohnhaus in Oldenburg machen Zeugen einen schrecklichen Fund: Vier Menschen sind tot. Viele Fragen sind noch offen.

Ein Leichenwagen vor dem Wohnhaus.
Veröffentlicht am 29. September 2025 um 18:57 Uhr von Janet Binder, Mirjam Uhrich und Lennart Stock, dpa

Im Vorgarten der Backstein-Doppelhaushälfte steht eine verlassene Schaukel, eine Hecke und ein Zaun umfassen das Gelände. Allein zwei Leichenwagen vor dem Haus deuten auf das schreckliche Verbrechen Stunden zuvor in der ruhigen Wohngegend im niedersächsischen Oldenburg hin. 

In dem Wohnhaus soll ein Mann seine Kinder und seine Partnerin erschossen haben. Anschließend soll er sich selbst getötet haben, teilte die Polizei mit. Zur Identität der Opfer machten die Ermittler zunächst keine weiteren Angaben.

Einsatzkräfte entdecken Tote und eine Waffe

Die Polizei war am späten Vormittag zu einem Wohnhaus im Stadtteil Osternburg gerufen worden. Zeugen hatten die Einsatzkräfte informiert. Diese fanden in dem Haus die vier Toten und die mutmaßliche Tatwaffe. Um welche Waffe es sich dabei handelt, sagte ein Polizeisprecher nicht.

Oberbürgermeister: «Oldenburg trauert gemeinsam und hält inne.»

Nach der Gewalttat ist das Entsetzen in der Stadt mit rund 175.000 Einwohnerinnen und Einwohnern groß. «Wie schrecklich!», sagte ein Paar, das beim Gassigehen am frühen Abend an dem Tatort vorbeikam. 

Auch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zeigte sich bestürzt: «Die schockierenden Ereignisse in Osternburg machen mich sehr betroffen», sagte der SPD-Politiker in einer Stellungnahme. «Mein tiefes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen. Diese Situation fordert große Rücksicht und Respekt gegenüber den Angehörigen. Oldenburg trauert gemeinsam und hält inne.»

Spurensuche am Tatort 

Mehrere Stunden nach der Tat ist der Bereich um das Wohnhaus weiterhin abgeriegelt. Einsatzwagen der Polizei sperren die Straßen in dem Wohnviertel ab, in dem vor allem Ein- und Mehrfamilienhäuser stehen. Polizisten ziehen rot-weiße Absperrbänder über eine Straße. 

Zahlreiche Einsatzkräfte seien am Tatort und sicherten Spuren, berichtete ein dpa-Fotograf. Auch Notfallseelsorger seien im Einsatz, um sich um Betroffene zu kümmern. Vor den Absperrungen versammelten sich einige Anwohner und beobachteten das Geschehen. 

Viele Fragen, wenig Antworten

Wenig später wird die Absperrung aufgehoben – die Ermittlungen der Polizei haben da gerade erst begonnen. Viele Fragen, etwa zu einem möglichen Motiv und der Tatwaffe sind noch offen. Auch über die Identität der Opfer ist bis zum frühen Abend nichts Näheres bekannt. Aus Rücksicht auf die Hinterbliebenen machte die Polizei keine weiteren Angaben. 

Oberbürgermeister Krogmann sagte weiter, er wünsche allen Betroffenen viel Kraft für die kommenden Tage. Vor dem Vorfall gab es in der Stadt eine Zeit der Freude und Ausgelassenheit. Denn mit dem traditionellen Kramermarkt läuft seit wenigen Tagen eines der größten Volksfeste in der Region.


Bildnachweis: © Hauke-Christian Dittrich/dpa
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