6. Januar 2026 / Aus aller Welt

Eisig kalte Winternacht in Deutschland

Frost, etwas Schnee und amtliche Warnungen: Wer jetzt draußen unterwegs ist, muss sich warm anziehen. Welche Regionen besonders betroffen sind.

In den Nächten sollen die Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt liegen.
Veröffentlicht am 6. Januar 2026 um 03:49 Uhr von dpa

Autofahrer müssen sich auf dem Weg zur Arbeit am Morgen in Teilen Deutschlands auf Glätte einstellen - Fußgänger und Radfahrer sollten sich warm anziehen. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sollte in der Nacht in der Nordwesthälfte gebietsweise etwas Schnee fallen. Mancherorts war auch mit Nebel zu rechnen.

Die Nacht war nach Angaben des DWD eisig kalt. Vorausgesagt waren Tiefstwerte von minus 1 bis minus 10 Grad, in der Südosthälfte bei klarem Himmel sogar - 17 Grad. In Alpentälern könnte es noch kälter werden, hieß es.

Amtliche Warnung vor strengem Frost

Für den Süden Deutschlands und Gebiete im Osten gilt eine amtliche Warnung vor strengem Frost. Es seien erhebliche Frostschäden möglich. Längere Aufenthalte im Freien sollten vermieden werden, hieß es beim DWD.

Am Dienstag zeigt sich der Himmel oft bewölkt, teilweise gibt es ein paar Auflockerungen. In der Nähe der Nordsee sind weiterhin Schneeschauer zu erwarten. Zarte Plusgrade gebe es entlang des Rheins, in Teilen NRWs, im Emsland und an der Nordsee. Die übrigen Landesteile verbleiben laut Wetterdienst im Dauerfrost. 

Schlittern auf zugefrorenen Seen: Warum das so gefährlich ist

Angesichts des winterlichen Wetters laden derzeit spiegelglatte Eisflächen vielerorts zum Schlittern und Schlittschuhfahren auf zugefrorenen Seen ein. Doch das kann lebensgefährlich sein, warnt Dominik Schneider von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Bayern. Denn ob das Eis wirklich trägt, lässt sich für Laien kaum beurteilen. Und oft kommt die Erkenntnis, dass es doch zu dünn ist, zu spät - wenn ein Mensch bereits im Eis eingebrochen ist. Deshalb sollte man Eisflächen im Zweifel grundsätzlich meiden, betont Schneider.

Zwar gibt es Richtwerte zur Eisdicke, doch auch sie bieten keine verlässliche Sicherheit. Demnach tragen 10 Zentimeter Eis in der Regel eine einzelne, 15 Zentimeter Eis auch mehrere Personen. «Ab 25 Zentimeter kann man sagen, dass es safe ist», resümiert Schneider. «Das hängt aber auch von Strukturen ab. Wenn im Eis etwa viele Pflanzen eingeschlossen sind, setzt das die Tragfähigkeit vom Eis massiv nach unten.»


Bildnachweis: © News5 / Ferdinand Merzbach/NEWS5/dpa
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