Die deutschen Astronauten Alexander Gerst (49) und Matthias Maurer (56) wären bei der «Artemis 2»-Mission, mit der erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder Menschen zum Mond unterwegs sind, auch gerne mit an Bord gewesen. «Ich habe schon zwischenzeitlich kurz überlegt: In der Toilette ist doch noch Platz, komme ich dann irgendwie rein?», sagte Maurer der Deutschen Presse-Agentur in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida. Den Traum, Astronaut zu werden, habe er sich erfüllt, den Traum von einem Weltraum-Außeneinsatz auch. «Und der dritte, der ganz, ganz große Traum, der noch aussteht, ist der Flug zum Mond.» Die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen sollen mit der «Artemis 2»-Mission um den Mond herum fliegen. Er habe mit Wiseman vor dem Start noch Nachrichten ausgetauscht, sagte der deutsche Astronaut Gerst. «Ich habe ihm geschrieben, dass er auf sich aufpassen soll und dass ich ihm ganz viel Glück wünsche, dass er eine sichere Rückkehr hat. Und dass ich gerne neben ihm sitzen würde.» Natürlich wisse er, dass die Crew das auch ohne ihn schaffe, sagte Gerst weiter. «Aber mein Herz sagt mir, ich wäre da jetzt gern mit dabei.» Die europäische Weltraumagentur (Esa) ist am «Artemis»-Mondprogramm beteiligt. Esa-Chef Josef Aschbacher hatte auch schon verkündet, dass Deutschland als erstes Land an der Reihe, wenn es um Esa-Astronauten für Mond-Missionen gehe. Wann das genau sein könnte und wer dann teilnehmen könnte, war aber noch nicht entschieden. Zudem hat Nasa-Chef Jared Isaacman das «Artemis»-Programm gerade noch einmal komplett umgeschmissen - und dabei unter anderem die Pläne für eine um den Mond kreisende Raumstation namens «Gateway», an der auch die Esa beteiligt war und zu der Esa-Astronauten möglicherweise hatten fliegen sollen, zumindest vorerst eingestampft. Die Esa reagiere darauf und entwickle ebenfalls neue Pläne, sagte Aschbacher bei einer Pressekonferenz in Cape Canaveral. «Wir werden zusätzliche Meetings einberufen.» Man wolle «sehr schnell» sein. Zudem seien weitere Diskussionen mit Nasa-Chef Isaacman geplant, bei denen es auch darum gehen solle, wann und wohin Esa-Astronauten nun fliegen könnten - möglicherweise sogar auf die Oberfläche des Mondes.Wann und wohin könnten Esa-Astronauten fliegen?
Bildnachweis: © Rolf Vennenbernd/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Deutsche Astronauten wären gerne mit zum Mond geflogen
Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert sind wieder Menschen auf dem Weg zum Mond. Deutsche Astronauten schauen beim Start vor Ort nur zu - aber das könnte sich ändern.
Meistgelesene Artikel
- 23. April 2026
Tankstelle überfallen (Jüterbog)
Der Polizei ist am Mittwochabend der Überfall auf eine Tankstelle in Jüterbog gemeldet worden. Nach derzeitigem...
- 13. Mai 2026
Mann angegriffen (Dahme/Mark, Dahme, Südhag)
Die Rettungsleitstelle hat die Polizei am späten Dienstagabend über eine verletzte Person informiert, die Opfer einer...
- 22. April 2026
Sexueller Missbrauch von Zwölfjähriger - Mann in U-Haft
Ein 22-Jähriger soll ein Kind über einen Messenger kontaktiert und missbraucht haben. Wie das mutige Handeln der Zwölfjährigen zur Festnahme führte.
Neueste Artikel
- 19. Mai 2026
Kartoffel-Zucchini-Puffer mit Kräuterdip
Kartoffel-Zucchini-Puffer mit Kräuterdip
- 19. Mai 2026
Suche nach Vermissten in Görlitz geht weiter
Noch immer suchen Helfer in den Trümmern eines eingestürzten Hauses nach drei Menschen, die dort möglicherweise verschüttet wurden. Warum fast jede Suchbewegung auch ein Risiko birgt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 19. Mai 2026
Suche nach Vermissten in Görlitz geht weiter
Noch immer suchen Helfer in den Trümmern eines eingestürzten Hauses nach drei Menschen, die dort möglicherweise verschüttet wurden. Warum fast jede Suchbewegung auch ein Risiko birgt.
Gemeinsam mit China schickt Europa «Smile» ins All: Der Satellit soll neue Erkenntnisse zu Sonnenstürmen, Polarlichtern und dem unsichtbaren Schutzschild der Erde liefern.

