19. Januar 2026 / Aus aller Welt

Chinas beschädigtes Raumschiff wieder auf Erde gelandet

Nach Schäden am Fenster der «Shenzhou 20» musste China drei Raumfahrer mit einem Notfallplan aus dem All holen. Nun kehrte auch ihr Raumschiff zur Erde zurück. Wie hat es den Flug überstanden?

Die «Shenzhou 20» musste wegen eines Schadens länger als geplant im All bleiben.
Veröffentlicht am 19. Januar 2026 um 05:37 Uhr von dpa

Chinas beschädigtes Raumschiff «Shenzhou 20» ist zur Erde zurückgekehrt. Die unbemannte Raumkapsel landete nach offiziellen Angaben am Vormittag (Ortszeit) in der Landezone Dongfeng in der nordchinesischen Wüste Gobi. Nach ersten Begutachtungen habe die Raumkapsel einen normalen Eindruck gemacht, und die Güter an Bord seien in gutem Zustand, berichteten Staatsmedien. Demnach war die Rückkehr-Mission ein «voller Erfolg». Die «Shenzhou 20» hätte mitsamt ihrer dreiköpfigen Crew eigentlich am 5. November wieder zur Erde fliegen sollen. Doch Risse im Fenster, die laut chinesischen Raumfahrtexperten durch den Zusammenprall mit kleinen Weltraumschrottteilen entstanden sein dürften, hatten die Rückkehr zunächst auf unbestimmte Zeit verzögert. 

Neun Monate im All

Erstmals in seiner Raumfahrt-Geschichte musste China ein Notfallprotokoll in Gang setzen, um die gestrandeten Raumfahrer zur Erde zurückzuholen. Die Missionsleitung entschied schließlich, dass die drei Männer am 14. November auf die bereits angedockte Kapsel ihrer Nachfolger der «Shenzhou 21» umsteigen und zurückkehren sollen. 

Die «Shenzhou 20» verblieb für weitere Überprüfungen und Reparaturen an der Weltraumstation und kehrte nun nach insgesamt 270 Tagen im All zurück auf die Erde. Der Vorfall zeigte, dass Weltraumschrott - also alle nicht mehr verwendeten Objekte wie Satelliten oder Bruchstücke - ein drängenderes Problem für die internationale Raumfahrt geworden ist.


Bildnachweis: © Li Zhipeng/XinHua/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Prozess in Frankreich: «Maskenmann» weist Mordvorwurf zurück
Aus aller Welt

Der sogenannte Maskenmann Martin N. wurde in Deutschland bereits wegen dreifachen Kindsmordes verurteilt. Nun steht er in Frankreich erneut vor Gericht – und bestreitet die Tat am Prozessauftakt.

weiterlesen...
Programm für das Turmfest 2026
Aktuell

Bald ist es soweit und das überregional bekannte Turmfest in Luckenwalde findet wieder statt!

weiterlesen...
LKW-Fahrer ohne Führerschein (Jüterbog, B 115 zwischen Jüterbog und Markendorf)
Polizeimeldung

Im Rahmen der Streifentätigkeit wurden Polizeibeamte am Montagnachmittag auf einen LKW mit Anhänger aufmerksam, der...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Tödlicher Sprung ohne Seil: Rätsel um verschwundene Kamera
Aus aller Welt

Eine junge Frau wird von einer Brücke ohne Sicherungsseil 40 Meter in den Tod geworfen. Nun wirft das Verschwinden ihrer Kamera zusätzliche Fragen zum Unglück auf - ein Zeuge meldet sich zu Wort.

weiterlesen...
Zahl potenzieller Organspender in Norwegen schießt in Höhe
Aus aller Welt

Die Berichte über die Aufnahme von Kronprinzessin Mette-Marit auf die Warteliste für eine Lungentransplantation scheinen einen ungeahnten Effekt zu haben.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Tödlicher Sprung ohne Seil: Rätsel um verschwundene Kamera
Aus aller Welt

Eine junge Frau wird von einer Brücke ohne Sicherungsseil 40 Meter in den Tod geworfen. Nun wirft das Verschwinden ihrer Kamera zusätzliche Fragen zum Unglück auf - ein Zeuge meldet sich zu Wort.

weiterlesen...
Zahl potenzieller Organspender in Norwegen schießt in Höhe
Aus aller Welt

Die Berichte über die Aufnahme von Kronprinzessin Mette-Marit auf die Warteliste für eine Lungentransplantation scheinen einen ungeahnten Effekt zu haben.

weiterlesen...