30. September 2025 / Aus aller Welt

Besser ausgebildet, weniger Geld: 35-Jährige in Deutschland

Am 3. Oktober feiert Deutschland 35 Jahre Deutsche Einheit. Wie geht es den Menschen im Land, die 1990 geboren wurden?

35 Jahre nach der Deutschen Einheit 1990 wirft das Statistische Bundesamt einen Blick auf die Menschen, die in dem Jahr geboren wurden. (Archivbild).
Veröffentlicht am 30. September 2025 um 09:46 Uhr von dpa

Weil am Freitag 35 Jahre Deutsche Einheit gefeiert wird, hat das Statistische Bundesamt die 1990 geborenen Menschen im Land unter die Lupe genommen. Ihre Zahl beträgt rund 1,1 Millionen, wie das Bundesamt unter Berufung auf Zahlen von Ende 2024 mitteilt. Das waren 1,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die meisten von ihnen lebten - gemessen an der Bevölkerungszahl - in Leipzig, Berlin, München und Frankfurt am Main.

Die in Deutschland lebenden 35-Jährigen hatten zu 36 Prozent eine Einwanderungsgeschichte, wie das Bundesamt mitteilt. 29 Prozent davon seien selbst in das vereinte Deutschland eingewandert. In der gesamten Bevölkerung hatte ein gutes Viertel (26 Prozent) eine Einwanderungsgeschichte.

Mehr als die Hälfte lebte zusammen mit Kindern

Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der 35-Jährigen lebte mit minderjährigen Kindern zusammen. Ebenfalls mehr als die Hälfte (54 Prozent) war verheiratet oder lebte in einer Lebenspartnerschaft.

35-Jährige stehen mitten im Berufsleben: 85 Prozent waren vergangenes Jahr erwerbstätig, Männer häufiger (90 Prozent) als Frauen (79 Prozent). Denn auch in diesem Jahrgang zeige sich die geschlechterspezifische Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit, teilte das Bundesamt mit. Jede zweite 35-Jährige arbeitete in Teilzeit, bei den Männern waren es dagegen nur acht Prozent.

Bruttoverdienst etwas unter dem Schnitt

Der Bruttoverdienst von vollzeitbeschäftigten 35-Jährigen lag im April 2024 im Schnitt bei 4.555 Euro. Dies liege etwas unter dem Durchschnitt aller Vollzeitbeschäftigten von 4.634 Euro. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der 35-Jährigen wohnten zur Miete, das war den Angaben zufolge deutlich mehr als in der Gesamtbevölkerung (53 Prozent).

«Akademische Abschlüsse sind in dieser Altersgruppe deutlich häufiger als in der Gesamtbevölkerung vertreten», berichtet das Bundesamt. Ein Drittel (34 Prozent) hatte eine abgeschlossene Lehre oder Berufsausbildung, ein weiteres Drittel einen Hochschulabschluss (34 Prozent). 13 Prozent hatten einen Fachschulabschluss. Jeder Fünfte hatte allerdings noch keinen beruflichen Abschluss.


Bildnachweis: © Wolfgang Kumm/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Prozess in Frankreich: «Maskenmann» weist Mordvorwurf zurück
Aus aller Welt

Der sogenannte Maskenmann Martin N. wurde in Deutschland bereits wegen dreifachen Kindsmordes verurteilt. Nun steht er in Frankreich erneut vor Gericht – und bestreitet die Tat am Prozessauftakt.

weiterlesen...
Programm für das Turmfest 2026
Aktuell

Bald ist es soweit und das überregional bekannte Turmfest in Luckenwalde findet wieder statt!

weiterlesen...
LKW-Fahrer ohne Führerschein (Jüterbog, B 115 zwischen Jüterbog und Markendorf)
Polizeimeldung

Im Rahmen der Streifentätigkeit wurden Polizeibeamte am Montagnachmittag auf einen LKW mit Anhänger aufmerksam, der...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Tödlicher Sprung ohne Seil: Rätsel um verschwundene Kamera
Aus aller Welt

Eine junge Frau wird von einer Brücke ohne Sicherungsseil 40 Meter in den Tod geworfen. Nun wirft das Verschwinden ihrer Kamera zusätzliche Fragen zum Unglück auf - ein Zeuge meldet sich zu Wort.

weiterlesen...
Zahl potenzieller Organspender in Norwegen schießt in Höhe
Aus aller Welt

Die Berichte über die Aufnahme von Kronprinzessin Mette-Marit auf die Warteliste für eine Lungentransplantation scheinen einen ungeahnten Effekt zu haben.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Tödlicher Sprung ohne Seil: Rätsel um verschwundene Kamera
Aus aller Welt

Eine junge Frau wird von einer Brücke ohne Sicherungsseil 40 Meter in den Tod geworfen. Nun wirft das Verschwinden ihrer Kamera zusätzliche Fragen zum Unglück auf - ein Zeuge meldet sich zu Wort.

weiterlesen...
Zahl potenzieller Organspender in Norwegen schießt in Höhe
Aus aller Welt

Die Berichte über die Aufnahme von Kronprinzessin Mette-Marit auf die Warteliste für eine Lungentransplantation scheinen einen ungeahnten Effekt zu haben.

weiterlesen...