30. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Autobahn-Maut in Italien steigt ab 1. Januar 2026

Italien erhöht 2026 die Maut auf seinen Autobahnen. Von den an die Inflation angepassten Tariferhöhungen ist auch eine bei Touristen beliebte Strecke betroffen.

Die Tarife steigen bei fast allen Autobahnmauten in Italien um durchschnittlich 1,5 Prozent. (Symbolfoto)
Veröffentlicht am 30. Dezember 2025 um 13:06 Uhr von dpa

Mit dem Beginn des neuen Jahres müssen sich Autofahrer in Italien auf höhere Kosten bei der Nutzung gebührenpflichtiger Autobahnen einstellen. Ab dem 1. Januar 2026 steigen die Tarife bei fast allen Autobahnmauten um durchschnittlich 1,5 Prozent und werden damit an die Inflation angepasst. Die Anpassung komme trotz mehrfacher Versuche der Regierung, eine Erhöhung der Mautgebühren zu verhindern, teilte das Verkehrsministerium in Rom mit.

Die stärkste Tariferhöhung betrifft nach Angaben des Ministeriums die Strecke Salerno-Pompeji-Neapel mit einem Anstieg in Höhe von 1,925 Prozent. Auf der Brennerautobahn, die auch von Reisenden aus dem Norden nach Italien befahren wird, ist demnach eine Tarifanpassung von 1,46 Prozent vorgesehen.

Regierung in Rom kritisiert Anpassung scharf

Das Verkehrsministerium unter der Leitung von Vize-Regierungschef Matteo Salvini von der rechtspopulistischen Lega-Partei kritisierte die Tarifanpassungen scharf. Es verwies außerdem auf ein Urteil des italienischen Verfassungsgerichts, das die Bemühungen des Ministeriums und der Regierung in Rom, die Mautgebühren zunächst einzufrieren, zunichtegemacht habe.

Die Preisentscheidungen bei der Autobahnmaut in Italien basieren auf einem komplizierten Berechnungssystem. Preiserhöhungen sind in den Verträgen zwischen Staat und den jeweiligen Betreibergesellschaften eigentlich festgelegt. Als Grund dafür gilt etwa die Inflation. Seit einigen Jahren wurden jedoch mehrere vorgesehene Anpassungen der Mautgebühren aufgeschoben. Auch Salvini setzte sich vehement dafür ein, Anpassungen zu verhindern.

Autobahnbetreiber bekamen Recht

Dies erklärte das Verfassungsgericht im Oktober für verfassungswidrig und gab damit den Autobahnbetreibern recht. Die zuständige Verkehrsbehörde «Autorità di regolazione dei trasporti» (ART) legte dementsprechend nun fest, dass die tarifliche Anpassung an die Inflation durchschnittlich 1,5 Prozent betragen wird.


Bildnachweis: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Person von Zug erfasst (Blankenfelde-Mahlow, Glasower Damm)
Polizeimeldung

Durch die Rettungsleitstelle ist der Polizei am Donnerstagnachmittag die Kollision zwischen einer männlichen Person und...

weiterlesen...
Mehrere Leichtverletzte bei Brand in Mehrfamilienhaus (Luckenwalde, Salzufler Allee)
Polizeimeldung

Die Polizei ist am Dienstagabend zu einem Brand in Luckenwalde hinzugerufen worden. Nach derzeitigem Kenntnisstand kam...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Reisebus umgestürzt: Tödliches Unglück in der Schweiz
Aus aller Welt

Ein Reisebus aus den Niederlanden mit knapp 50 Insassen stößt im Engadin gegen eine Leitplanke und kippt um. Was bisher über den Unfall bekannt ist - und warum die Polizei Details vorerst zurückhält.

weiterlesen...
«Ein bisschen befremdlich» - Erdbeben in der Region Mannheim
Aus aller Welt

Ein Erdbeben in Worms ist auch weiter weg zu spüren. Die Mannheimer Polizei etwa berichtet von Erschütterungen, die Wormser von mehreren Notrufen. Was bislang bekannt ist.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Reisebus umgestürzt: Tödliches Unglück in der Schweiz
Aus aller Welt

Ein Reisebus aus den Niederlanden mit knapp 50 Insassen stößt im Engadin gegen eine Leitplanke und kippt um. Was bisher über den Unfall bekannt ist - und warum die Polizei Details vorerst zurückhält.

weiterlesen...
«Ein bisschen befremdlich» - Erdbeben in der Region Mannheim
Aus aller Welt

Ein Erdbeben in Worms ist auch weiter weg zu spüren. Die Mannheimer Polizei etwa berichtet von Erschütterungen, die Wormser von mehreren Notrufen. Was bislang bekannt ist.

weiterlesen...