13. April 2026 / Aktuell

Zum Aktionstag: Naturbegeisterte und Forstleute pflanzen Baum des Jahres

Deutschland feiert seit über 70 Jahren am 25. April den „Tag des Baumes“

Veröffentlicht am 13. April 2026 um 12:03 Uhr von Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

Die Region Bad Belzig beteiligt sich seit 29 Jahren an der Aktion „Baum des Jahres“. Bei der gemeinsamen Wanderung können Natur- und Wanderbegeisterte mehr über den diesjährigen Baum des Jahres, die Zitterpappel, erfahren. Fachkundige Begleiterinnen und Begleiter sowie Revierförster geben Einblicke in die ökologischen Besonderheiten dieser Baumart. Am Ziel der Wanderung pflanzen die Teilnehmenden gemeinsam eine Zitterpappel, die anschließend mit einem dekorativen Findling markiert wird. Das hat eine lange Tradition: Seit 1998 wird in jedem Jahr ein großer Findling neben dem aktuellen „Baum des Jahres“ mit dem Namen der jeweiligen Baumart und dem Jahresdatum aufgestellt – ein Werk des lokalen Steinmetzmeisters Karsten Scholz, der die Aktion als Sponsor unterstützt.

Datum:         16. April 2026

Termin:         13:00 Uhr

Treffpunkt:   Parkplatz am „Schweinemarkt" (gegenüber Tischlerei Münder), 14806 Bad Belzig

Ziel ist der Aktion ist es, den Wald in Brandenburg sichtbar zu erleben, über seine Veränderungen zu informieren und aktiv an seiner Gestaltung mitzuwirken. Denn Brandenburgs Wälder befinden sich im Wandel: Die Kiefer ist zwar nach wie vor die dominierende Baumart ist, ihr Anteil nimmt aber langsam ab und klimaangepasste Laub- und Mischwälder gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Dabei spielen Eichen, Buchen und Birken eine zentrale Rolle. Sie sorgen nicht nur für die nötige genetische Vielfalt, sondern stärken auch die Anpassungsfähigkeit der Wälder an den Klimawandel. Ergänzend zur Naturverjüngung (= das selbstständige Nachwachsen von Bäumen aus Samen oder Wurzelausschlägen) werden gezielte Pflanzaktionen durchgeführt – etwa mit Kiefer, Douglasie oder anderen standortgerechten Baumarten – um Bestände zu stabilisieren, Monokulturen zu mischen und die Wälder widerstandsfähiger gegen Trockenheit, Stürme und Schädlinge zu machen.

Als Ziel bleibt stets, ökologisch stabile Mischwälder zu entwickeln, die ihre Fähigkeiten zum selbständigen Nachwachsen voll ausschöpfen können. Jede Pflanzaktion – ob von Forstbetrieben, Schulen oder Bürgerinnen und Bürgern initiiert – trägt unterstützend dazu bei, die Wälder aktiv zu erhalten und zu formen – ein Engagement, das weit über den „Tag des Baumes“ hinaus Wirkung zeigt.

Der diesjährige „Baum des Jahres“, die Zitterpappel hat eine große ökologische Bedeutung für die Erneuerung des Waldes. Sie besiedelt schnell offene Flächen, fördert die Regeneration von Wald nach Schadereignissen und bietet zahlreichen Tierarten – darunter über 60 Schmetterlingsarten und vielen Vögeln – wertvollen Lebensraum. Sie ist in ganz Europa verbreitet und zeichnet sich durch ihre charakteristisch „zitternden“ Blätter aus, die schon bei leichtem Wind in Bewegung geraten. Auch in Brandenburg kommt sie insgesamt auf rund 2.500 Hektar über alle Landkreise gleichmäßig verteilt vor. Um diese außergewöhnlichen ökologischen und ökonomischen Leistungen zu würdigen, erhalten die Zitterpappel und viele weitere Baumarten nicht nur jährlich den Ehrentitel „Baum des Jahres“, sondern werden am „Tag des Baumes“ besonders gewürdigt.

Anmeldung zur Wanderung: Forstamt Potsdam-Mittelmark, Revierförsterei Belzig Lutz Hausig, Tel.: 0172 3143893 oder per E-Mail an lutz.hausig@lfb.brandenburg.de 

Die Wanderung dauert etwa 3 Stunden und hat eine Länge von etwa 4 Kilometern.

Hintergrund: Tag des Baumes

Der von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald etablierte Tag des Baumes ist ein Aktionstag, dessen Hintergrund es ist, Menschen bewusst zu machen, wie wertvoll Bäume für uns und unsere Umwelt sind. Er bietet Anlass und Motivation, sich aktiv für den Wald einzusetzen und etwas für die Bäume zu tun. Durch praktische Aktionen und Pflanzungen können die Menschen so direkt in die Welt der Bäume eintauchen.

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