Der Konjunkturklimaindex liegt mit jetzt 102 Punkten nur minimal über der Stillstandsmarke (100 Punkte).
Zu Jahresbeginn verbessert sich die Geschäftslage geringfügig. Dennoch zeigt sich in keinem Wirtschaftszweig ein stabiler positiver Trend.
Für zwei Drittel der Unternehmen sind Bürokratie, lange Genehmigungsverfahren und steuerliche Belastungen das größte Geschäftsrisiko - gefolgt von hohen Arbeitskosten und dem schwachen Inlandsabsatz.
Skepsis über künftige Geschäftsentwicklung hat Auswirkungen auf die Personalplanungen: Unternehmen bleiben abwartend und planen mehrheitlich keinen Beschäftigungsaufwuchs. Dies gilt insbesondere für Brandenburg.
Ähnliches Bild auch bei den Investitionsplänen: Nur noch 54 Prozent der Unternehmen planen Investitionen. Besonders selten wird in den Ausbau der Kapazitäten investiert. Positiv ist die stabile Bereitschaft zu Investitionen in Innovationen zu bewerten.
𝗛𝗲𝗿𝘇𝗼𝗴: 𝗡𝗮𝗰𝗵𝗳𝗼𝗹𝗴𝗲𝗳𝗿𝗮𝗴𝗲 𝘇𝘂 𝗱𝗮𝘂𝗲𝗿𝗵𝗮𝗳𝘁𝗲𝗺 𝗥𝗶𝘀𝗶𝗸𝗼 𝗴𝗲𝘄𝗼𝗿𝗱𝗲𝗻
In den nächsten zehn Jahren stehen, allein nur in unserem Kammerbezirk über 150.000 Arbeitsplätze bei unseren Betrieben auf dem Spiel. Wenn wir alle IHKs in unserer Region zusammennehmen, wird die Zahl also deutlich größer.
Unser Hauptgeschäftsführer Dr. Christian Herzog hierzu: “Die Gefahr ist real: Jedes zweite Unternehmen in Berlin und Brandenburg braucht in den nächsten zehn Jahren einen Nachfolger oder Nachfolgerin. Seit 2022, als wir das letzte Mal die Fragen gestellt haben, hat sich nichts getan. Im Gegenteil, das Problem ist zu einem dauerhaften Risiko für unsere Wirtschaft geworden.
Deswegen brauchen wir jetzt zielgerichtete Programme, Finanzierungsgarantien, steuerliche Anreize durch die Länder, um den Unternehmerinnen und Unternehmern eine Firmenübergabe zu erleichtern.”

