2. Februar 2026 / Aktuell

Weltkrebstag: Gesundheitsministerin Müller ruft zu regelmäßiger Krebsvorsorge auf

Am 4. Februar findet zum 26. Mal der Weltkrebstag statt – Motto: „Gemeinsam einzigartig“

Veröffentlicht am 2. Februar 2026 um 09:26 Uhr von Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Brandenburg

Mammographie, Darmspiegelung oder Hautkrebsscreening – die Möglichkeiten der modernen Krebsvorsorge sind heute so zuverlässig wie nie. Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar ruft Gesundheitsministerin Britta Müller alle Brandenburgerinnen und Brandenburger dazu auf, die angebotenen Früherkennungsuntersuchungen regelmäßig wahrzunehmen. Neben den Untersuchungen betont sie auch die Bedeutung eines gesunden Lebensstils für die Krebsprävention. Der 26. Weltkrebstag der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC) steht in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsam einzigartig“. Im Mittelpunkt steht dabei der Gedanke, dass Krebspatientinnen und -patienten durch ihre Diagnose verbunden sind und dennoch jede und jeder eine ganz eigene Geschichte mitbringt.

Gesundheitsministerin Britta Müller: „Krebsvorsorge kann Leben retten. Deshalb möchte ich alle Menschen ermutigen, die angebotenen Früherkennungsuntersuchungen regelmäßig wahrzunehmen. Ebenso wichtig ist ein gesunder Lebensstil: Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und der bewusste Verzicht auf Alkohol und Tabak können das Krebsrisiko deutlich senken. Prävention beginnt im Alltag – und jede und jeder kann selbst etwas dafür tun, um die eigene Gesundheit zu schützen.“

In Brandenburg erkrankten im Jahr 2023 insgesamt 17.873 Menschen neu an Krebs. 10.037 davon waren Männer und 7.836 Frauen. Die Anzahl an Neuerkrankungen in der Gruppe der über 60-Jährigen lag bei 14.174 Neuerkrankungen, wovon 8.350 bei Männern auftraten und 5.824 bei Frauen.

Zu den fünf häufigsten Krebsneuerkrankungen bei Männern zählen Prostata, Bronchien und Lunge, Darm (Kolon und Rektum), Harnblase sowie Mundhöhle und Rachen. Bei Frauen waren es Brustdrüse, Darm, Bronchien und Lunge, Pankreas sowie Malignes Melanom der Haut. Mehr Informationen: Epidemiologischer Onlinebericht des klinisch-epidemiologischen Krebsregisters Brandenburg-Berlin, https://berichte.kkrbb.de/bb/index.html#/tables/incidence.

Hintergrund

Die Deutsche Krebshilfe empfiehlt folgende Früherkennungsuntersuchungen, die von den Krankenkassen übernommen werden:

Gebärmutterhalskrebs: jährlicher Abstrich am Gebärmutterhals für Frauen von 20 bis 34 Jahren, Abstrich vom Gebärmutterhals und Test auf Humane Papillomviren (HPV) für Frauen ab 35 Jahren alle drei Jahre
Brustkrebs: jährliches Abtasten der Brust für Frauen ab 30 Jahren, Mammographie für Frauen von 50 bis 75 Jahren alle zwei Jahre
Hautkrebs: Untersuchung der Haut für Frauen und Männer ab 35 Jahren alle zwei Jahre
Prostatakrebs: jährliches Abtasten der Prostata bei Männern ab 45 Jahren
Darmkrebs: erste Darmspiegelung für Frauen und Männer ab 50 Jahren, Wiederholung je nach Befund, Untersuchung auf verborgenes Blut im Stuhl alle zwei Jahre
Informationen zur Krebsprävention und -früherkennung sowie Beratung zur Versorgung krebskranker Menschen in Brandenburg bieten neben den Krankenkassen unter anderem die Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg (LAGO) und die Brandenburgische Krebsgesellschaft. Internet: www.lago-brandenburg.de , www.krebsgesellschaft-brandenburg.de

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