23. Februar 2026 / Aktuell

Verdacht auf Geflügelpest im Landkreis Märkisch-Oderland festgestellt

Im Landkreis Märkisch-Oderland ist in einem Entenmastbetrieb der Verdacht auf Geflügelpest amtlich festgestellt worden.

Veröffentlicht am 23. Februar 2026 um 09:15 Uhr von Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

Der Landkreis hat alle vorgesehenen Maßnahmen angeordnet. Die Ergebnisse der Untersuchungen durch das nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler-Institut, werden für den morgigen Tag erwartet.

In dem Betrieb waren erhöhte Tierverluste aufgetreten. Erste Proben wurden vom bestandsbetreuenden Tierarzt genommen und in einem akkreditierten Privatlabor untersucht, in dem der spezifische Nachweis von aviärer Influenza erbracht wurde. Das Veterinäramt des Landkreises Märkisch-Oderland wurde unverzüglich informiert und der Bestand wurde gesperrt.

Das Landeslabor hat die nachfolgenden amtlich entnommen Proben untersucht und den Nachweis auf AIV-spezifische Genomsequenzen (H5N1) nun bestätigt. Die Proben wurden zur weiteren Abklärung an das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler Institut (FLI) weitergeleitet. Das Ergebnis wird im Laufe des morgigen Tages erwartet.

Die tierschutzgerechte Tötung von etwa 20.000 Tieren sowie die unschädliche Beseitigung wurden durch den Landkreis abgeschlossen. Die Einrichtung der Schutz- und Überwachungszone im Umkreis von drei Kilometern und zehn Kilometern um den Bestand befindet sich in der Planung. Die epidemiologischen Ermittlungen wurden eingeleitet und werden mit Unterstützung des Tierseuchenbekämpfungsdienstes durchgeführt.

Die genauen Grenzen der Restriktionsgebiete werden durch das zuständige Veterinäramt festgelegt. Die betroffenen Geflügelhalter werden über die erforderlichen Maßnahmen durch den Landkreis informiert.

Das zuständige Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg weist vor diesem Hintergrund erneut auf die Informationen zu den Biosicherheitshinweisen hin, um ein weiteres Auftreten von Geflügelpestfällen im Land zu verhindern.

Hintergrund:

Seit September 2025 ist in Deutschland ein Anstieg der Ausbruchszahlen bei Wildvögeln und in Hausgeflügelbeständen zu erkennen. In Brandenburg gab es bislang – neben dem aktuellen Verdachtsfall – 18 durch das FLI bestätigte Geflügelpestausbrüche in Nutzgeflügelbeständen seit Herbstbeginn 2025.

Das Verbraucherschutzministerium appelliert eindringlich an alle Geflügelhalter, die Biosicherheitsmaßnahmen weiterhin strikt einzuhalten. Dazu gehört, dass Ein- und Ausgänge zu den Ställen gegen unbefugten Zutritt gesichert sind, die Ställe oder sonstigen Standorte des Geflügels von fremden Personen nur mit betriebseigener Schutz- oder Einwegkleidung betreten werden und eine betriebsbereite Einrichtung zum Waschen der Hände sowie eine Einrichtung zur Desinfektion der Schuhe vorgehalten wird. Bei unklaren Krankheits- und Todesfällen bei Geflügel sollen die zuständigen Veterinärämter schnellstmöglich informiert werden.

Mehr Informationen zur Geflügelpest auf der Internetseite des Ministeriums:

https://mleuv.brandenburg.de/mleuv/de/verbraucherschutz/veterinaerwesen/tierseuchen/gefluegelpest/#

Informationen des Friedrich-Loeffler-Institut:

https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/

Hinweis: Fragn zu den geltenden Regelungen im Rahmen der Allgemeinverfügung und zu den Maßnahmen sind an den Landkreis Märkisch-Oderland zu richten.

Meistgelesene Artikel

Wetterdienst: Weiter schwere Gewitter mit Starkregen möglich
Aus aller Welt

Ab dem Wochenende deutet sich laut DWD eine Wetterberuhigung an. Zuvor bleibt das Unwetter-Risiko bestehen.

weiterlesen...
Blaualgen im Vordersee Dobbrikow
Aktuell

Gesundheitsamt warnt vor Nutzung der Badestelle

weiterlesen...
Hügelregion von Salt Lake City in Flammen
Aus aller Welt

Im Westen der USA brennen wieder Hügel. In der Nähe befindet sich eine Universität. Feuerwehrleute haben ganz besondere Umstände vor Ort.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Erdbeben erschüttert Mexiko und Guatemala: keine Toten
Aus aller Welt

Nach dem Erdbeben vor der Küste von Chiapas verlassen Menschen ihre Häuser. Die Zivilschutzbehörden prüfen mögliche Schäden. Eine Frau springt aus ihrer Wohnung und wird dabei verletzt.

weiterlesen...
Ein Toter nach Schüssen im Norden Dänemarks
Aus aller Welt

Vor einem brennenden Gebäude in Jütland geraten Polizisten unter Beschuss. Ein Zivilist überlebt nicht.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Schutz der Beschäftigten hat höchste Priorität
Aktuell

Klares Zeichen gegen Bedrohungen und Gewalt gegenüber Mitarbeitenden

weiterlesen...
„Dein Garten. Dein Igelschutz“
Aktuell

toom Baumärkte unterstützten Tierschutzkampagne mit Informationen

weiterlesen...