21. April 2026 / Aktuell

Teltow-Fläming-Preis 2026 verliehen

Drei Ehrungen für partnerschaftliches Engagement

Veröffentlicht am 21. April 2026 um 11:16 Uhr von Kreisverwaltung Teltow-Fläming

Unter dem Motto „Partnerschaft leben – gemeinsam die Zukunft gestalten“ fand der Jahresempfang des Landkreises statt. Einmal mehr war die traditionelle Veranstaltung Anlass dafür, besonders engagierte Menschen mit dem Teltow-Fläming-Preis zu ehren. Mit ihm werden Persönlichkeiten gewürdigt, die sich in besonderer Weise um den Landkreis Teltow-Fläming verdient gemacht haben. Anlass der Ehrung können beispielsweise soziales, kulturelles und sportliches Engagement, ehrenamtliche Arbeit in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens oder der Einsatz gegen jegliche Form von Gewalt und für ein friedliches Miteinander aller Bevölkerungsgruppen sein. Außerdem sollen besondere Leistungen, die der Entwicklung und dem Ansehen des Landkreises dienen, gewürdigt werden. Dies können neben sportlichen und kulturellen auch wissenschaftliche und wirtschaftliche Leistungen sein.

Passend zum Motto des Abends wurde der Teltow-Fläming-Preis 2026 an Menschen vergeben, die sich durch ihre Initiative und Tatkraft in besonderer Weise für partnerschaftliche und gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Vereinen oder gesellschaftlichen Gruppen engagieren.

Dies sind die Preisträgerinnen und Preisträger des Teltow-Fläming-Preises 2026:

Angelika Kampe, Stadt Rangsdorf

Laudatio: Dr. Johannes Wagner, Staatssekretär für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Städtepartnerschaften leben nicht von Urkunden oder Vereinbarungen – sie leben von Menschen, die sie mit Herz, Zeit und persönlichem Engagement gestalten. Von Menschen, die Begegnungen möglich machen und aus Kontakten echte Freundschaften entstehen lassen.

Seit rund 25 Jahren setzt sich eine engagierte Persönlichkeit genau dafür ein. Als pensionierte Lehrerin bringt sie nicht nur ihre Sprachkenntnisse ein, sondern vor allem ihre Offenheit und ihre Begeisterung für andere Kulturen. Mit großem Einsatz organisiert sie Besuche, pflegt Kontakte und öffnet immer wieder auch ihr eigenes Zuhause für Gäste aus der italienischen Partnergemeinde.

Ihr Wirken ist geprägt von Herzlichkeit, Verlässlichkeit und der tiefen Überzeugung, dass Verständigung dort beginnt, wo Menschen einander begegnen.

Bärbel Bartl, Städtepartnerschaftsverein Trebbin e. V.

Laudatio: Andreas Schulz, Vorsitzender des Vorstands der Mittelbrandenburgischen Sparkasse Potsdam

Verbindungen entstehen nicht von selbst – sie brauchen Persönlichkeiten, die Brücken bauen, die den ersten Schritt gehen, die Begegnungen ermöglichen und die mit Ausdauer und Herz dafür sorgen, dass aus ersten Kontakten lebendige Partnerschaften werden.

Was einst aus einer Verbindung zweier Kirchengemeinden wuchs, fand zu Beginn der 1990er-Jahre seinen Weg auf die kommunale Ebene. In einer Zeit des Umbruchs, voller Chancen, aber auch Unsicherheiten, war es nicht selbstverständlich, neue Wege zu gehen und Partnerschaften einzugehen. Doch es gab Menschen, die diesen Weg mit Überzeugung und Tatkraft begleitet haben. Die zu Ehrende gehört zu ihnen und engagierte sich von Beginn an mit besonderem Einsatz. Noch vor der deutschen Wiedervereinigung wirkte sie an der Gründung eines Vereins mit, der bis heute das Fundament der Städtepartnerschaft bildet. Seit über drei Jahrzehnten steht sie an dessen Spitze – eine Konstante in einer sich ständig wandelnden Welt.

Arwed Piesalla, Philip Puhlmann und Niklas Skarke, Freiwillige Feuerwehr Großbeeren, zusammen mit Krystyna Anton

Laudatio: Michael Grunst, Erster Beigeordneter und Leiter des Dezernates II

Wenn Hilfe gebraucht wird, zeigt sich, was Zusammenhalt wirklich bedeutet. Es sind die Menschen, die nicht zögern, die anpacken, die über Grenzen hinweg Verantwortung übernehmen.

Im September 2024, als eine Partnergemeinde in Polen von schweren Überschwemmungen, Hochwasser und einem Dammbruch betroffen war, haben engagierte Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr schnell und entschlossen gehandelt. Ihre Hilfe war mehr als nur praktische Unterstützung. Sie sendeten ein starkes Signal: Ihr seid nicht allein. Gerade in einer solchen Ausnahmesituation ist dieses Gefühl von Solidarität und Zusammenhalt von unschätzbarem Wert. Dabei braucht es auch Verständigung. Jemanden, der zuhört und vermittelt. Eine Übersetzerin stellte sie sicher, dass deutsche und polnische Einsatzkräfte einander verstehen konnten – klar, zuverlässig und jederzeit ansprechbar.

Das Engagement dieser vier Menschen steht beispielhaft für gelebte Partnerschaft und ein tiefes gemeinsames Verantwortungsgefühl.

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