13. Februar 2026 / Aktuell

Stiftung Hohenzollernscher Kunstbesitz nimmt die Arbeit auf

Am 9. Februar 2026 fand die erste Sitzung des Stiftungsrats der neu gegründeten Stiftung Hohenzollernscher Kunstbesitz statt

Veröffentlicht am 13. Februar 2026 um 13:50 Uhr von Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Unter dem Vorsitz des Amtschefs des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Konrad Schmidt-Werthern, nahmen auch die Berliner Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson und der Brandenburger Kulturstaatssekretär Tobias Dünow sowie Georg Friedrich Prinz von Preußen als stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender an der Versammlung teil. In der Sitzung tauschten sich die Beteiligten zu Fragen der künftigen Zusammenarbeit aus. Darüber hinaus wurde auch das Hausarchiv der Hohenzollern thematisiert. Anlässlich der Stiftungsgründung war vereinbart worden, dass weitere Archivalien aus diesem Hausarchiv in das Geheime Staatsarchiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz überführt werden. Dies wird derzeit vorbereitet.

Konrad Schmidt-Werthern, Amtschef des BKM: „Die Einigung zwischen der öffentlichen Hand und den Hohenzollern im vergangenen Jahr war ein großer Erfolg für den Kulturstandort Deutschland. So konnten zahlreiche bedeutende Kulturgüter und zentrale Zeugnisse unserer Geschichte dauerhaft für die Öffentlichkeit gesichert werden. Ein wichtiger Baustein dieser Einigung ist die Hohenzollern-Stiftung, in der die öffentliche Hand die Mehrheit hat. Die erste Sitzung des Stiftungsrats war von einem konstruktiven und vertrauensvollen Miteinander geprägt. Nun werden wir gemeinsam die künftigen Arbeitsschwerpunkte entwickeln. Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz und freue mich gemeinsam mit den Ländern Berlin und Brandenburg auf die Zusammenarbeit mit Georg Friedrich Prinz von Preußen.“

Der stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende Georg Friedrich Prinz von Preußen: „Die erste Sitzung des Stiftungsrats der neu gegründeten Stiftung Hohenzollernscher Kunstbesitz hat gezeigt, dass wir mit der im vergangenen Jahr getroffenen Vereinbarung den richtigen Schritt gemacht haben. Der Dialog war von dem gemeinsamen Ziel geprägt, die Kultur und damit die Geschichte unseres Landes für Wissenschaft und interessierte Öffentlichkeit zugänglich und damit lebendig zu machen.
Geschichte wiederholt sich bekanntlich nicht. Gemeinsame Geschichte kann jedoch Orientierung geben und Erkenntnisse für die Zukunft vermitteln. Das war meiner Familie und mir bei der Einrichtung der neuen Stiftung ein zentrales Anliegen.“

Senatorin Sarah Wedl-Wilson: „Mit der Stiftungsgründung haben wir nach hundert Jahren gemeinsam mit den Nachkommen des Hauses Hohenzollern eine gute Lösung gefunden. Die erste Sitzung des Stiftungsrates am 9. Februar markiert einen wichtigen Meilenstein. So wird für uns und die kommenden Generationen der Zugang zur deutschen Geschichte bewahrt. Ich danke allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit und bin mehr als zuversichtlich, dass die Stiftung ihrer bestimmungsgemäßen Aufgabe gerecht wird.“

Staatssekretär Tobias Dünow: „Nach fast genau hundert Jahren sehr intensiver, gelegentlich auch sehr aufgeregter Debatten, hat die neue Stiftung mit der ersten Sitzung des Stiftungsrats auch formal die Arbeit aufgenommen: Unaufgeregt und sachorientiert. Das ist ein sehr gutes Zeichen. Denn das gemeinsame Ziel von öffentlicher Hand und Haus Hohenzollern war ja, mit der Grundsatzeinigung und der Gründung der Stiftung die Debatten gewissermaßen zu entgiften und die Objekte ins Zentrum zu rücken. Ich bin sehr dankbar, dass uns das gelungen zu sein scheint.“

Marion Ackermann, Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und derzeitige Vorstandvorsitzende der Stiftung Hohenzollernscher Kunstbesitz ergänzte: „Ich bin überzeugt, dass die neue Stiftung nach den langen Jahren der Vermögensauseinandersetzung zu guter, konstruktiver Arbeit findet. Die Einigung mit dem Haus Hohenzollern war ein Glücksfall im Sinne unserer Musemsbesucherinnen und -besucher.“

Die Gründung der Stiftung Hohenzollernscher Kunstbesitz war Kernelement der Mitte letzten Jahres erzielten Einigung zwischen der öffentlichen Hand und den Hohenzollern. In die gemeinnützige Stiftung gehen alle Objekte über, deren Eigentum zwischen der öffentlichen Hand und den Hohenzollern umstritten war. Das gemeinsame Interesse der öffentlichen Hand und der Hohenzollern ist es, die kunsthistorisch wertvollen Sammlungsgegenstände auch zu bewahren, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zu erforschen. Die Stiftung soll dazu beitragen, die gesellschaftliche und wissenschaftliche Verständigung über die preußische und deutsche Geschichte anhand der Kunstgegenstände zu fördern.

Organe der Stiftung sind der Stiftungsrat und der Vorstand. Der Stiftungsrat besteht aus sechs Vertretern der öffentlichen Hand (je zwei Vertreter des Bundes, Brandenburgs und Berlins) und drei Vertretern der Hohenzollern. Der Vorsitz wird derzeit vom BKM gestellt und wechselt nach zwei Jahren. Matthias Platzeck und Heinrich Donatus Prinz und Landgraf von Hessen wurden von Seiten des Haues Hohenzollern als Mitglieder des Stiftungsrats entsandt.

Der Vorstand führt die Geschäfte der Stiftung. Mitglieder sind die Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Marion Ackermann, der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg Christoph M. Vogtherr und der Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum Raphael Gross.

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