Ein weiterer Meilenstein zur Realisierung der künftigen Bahnhaltestelle „Mahlower Kreuz“ (Arbeitstitel) ist gesetzt. Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow und die DB Engineering & Consulting, eine Planungstochtergesellschaft der Deutschen Bahn, haben Anfang August den Vertrag für die Leistungsphasen 1 und 2 (Grundlagenermittlung und Vorplanung) unterzeichnet. Nachdem im Mai 2026 bereits eine Rahmen-Kooperationsvereinbarung mit der DB InfraGO unterschrieben wurde, ist mit der Bindung des konkreten Planungsbüros nun der offizielle Startschuss für die konkrete Planungsarbeit gefallen.
Die Planungen basieren auf einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2021. Diese benannte den Bereich zwischen dem Berliner Damm und der Dresdner Bahn als idealen Standort für den Haltepunkt, was nun konkret auch technisch überprüft wird. Im ersten Schritt sind zwei Außenbahnsteige an der Ost-West-Strecke geplant. Diese sollen Fahrgästen einen direkten Zugang zur Linie RB 32 (Ludwigsfelde – BER – Oranienburg) ermöglichen. In einer späteren Phase ist zudem die Anbindung an die Linie RB 22 (Potsdam – BER – Königs Wusterhausen) vorgesehen.
Die Option auf einen echten Turmbahnhof bleibt bestehen: Die Einbindung der S-Bahn-Linie 2 auf der Nord-Süd-Achse hängt vom zukünftigen Betriebskonzept der S-Bahn ab. Die dafür notwendigen Flächen und Zugänge werden in der aktuellen Planung jedoch bereits konsequent freigehalten.
Hintergrund
Dem jetzigen Projektstand gingen jahrelange, intensive Abstimmungen zwischen der Gemeinde, der Deutschen Bahn und dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg voraus. Der neue Haltepunkt ist fest im Landesnahverkehrsplan Brandenburg verankert.
Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow finanziert die nun vergebenen Planungsleistungen der Leistungsphasen 1 und 2 mit einer Summe von 250.000 Euro aus eigenen Mitteln, um das Projekt zügig voranzutreiben.

