6. März 2026 / Aktuell

Soziale Medien und KI als Wachstumsmotor

Treffpunkt Wirtschaft PM + TF setzt in Luckenwalde starke Impulse

Veröffentlicht am 6. März 2026 um 09:36 Uhr von Kreisverwaltung Teltow-Fläming

Unter dem Titel „Social Media Marketing: So steigern Sie die Sichtbarkeit und das Wachstum Ihres Unternehmens!“ lud der „Treffpunkt Wirtschaft PM + TF“ am 2. März 2026 in die Hochschulpräsenzstelle nach Luckenwalde ein. Insgesamt 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming folgten der Einladung, um sich über digitale Strategien, Künstliche Intelligenz und konkrete Fördermöglichkeiten zu informieren. Das Interesse an praxisnahen Lösungen für mehr Sichtbarkeit und Wachstum ist groß.

Digitale Sichtbarkeit als Wettbewerbsfaktor

Im gemeinsamen Grußwort machten Dr. Christoph Löwer, Beigeordneter des Landkreises Potsdam-Mittelmark, und Siegmund Trebschuh, Leiter des Dezernats IV des Landkreises Teltow-Fläming, die Bedeutung des Themas deutlich. „Viele Unternehmen wissen, dass sie im digitalen Raum präsenter sein müssen, doch es fehlt oft an Zeit, Know-how oder einer klaren Strategie“, erklärte Christoph Löwer. „Mit unserer Veranstaltung möchten wir konkrete Impulse geben und zeigen, dass Social Media und KI keine unüberwindbaren Hürden sind, sondern echte Chancen für nachhaltiges Wachstum bieten“, ergänzte Siegmund Trebschuh.

Der Dezernatsleiter betonte darüber hinaus: „Die Wettbewerbsfähigkeit unserer regionalen Wirtschaft hängt maßgeblich davon ab, wie gut sie digitale Instrumente nutzt. Mit dem Treffpunkt Wirtschaft schaffen wir eine Plattform für Wissenstransfer, Austausch und Vernetzung – direkt vor Ort und zugeschnitten auf die Bedürfnisse unserer Unternehmen.“

Löwer unterstrich: „Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist es entscheidend, Trends frühzeitig aufzugreifen und in die eigene Strategie zu integrieren. Wir unterstützen diesen Prozess aktiv, indem wir Wissen bündeln, Netzwerke stärken und praxisnahe Formate wie den Treffpunkt Wirtschaft ermöglichen.“

Im Anschluss zeigte Henrike Homeyer vom European Digital Innovation Hub pro_digital, wie Social Media einfach und effizient genutzt werden kann. Sie stellte leicht zugängliche KI-Tools vor, die Unternehmen bei der Content-Erstellung, Themenplanung und Zielgruppenanalyse unterstützen. Ihr Leitfaden für erfolgreiche Social-Media-Beiträge machte deutlich: Entscheidend sind klare Botschaften, Authentizität und eine konsistente Strategie. KI könne Prozesse beschleunigen, ersetze jedoch nicht die individuelle Handschrift eines Unternehmens.

Förderprogramme für digitale Projekte

Konkrete Unterstützungsmöglichkeiten präsentierte Lucas Rohloff von der Investitionsbank des Landes Brandenburg. Er informierte über Förderprogramme im Bereich Social Media, die Weiterbildungsrichtlinie sowie das Programm „Brandenburger Innovationsfachkräfte“. Gerade für kleinere Betriebe seien diese Instrumente eine wertvolle Hilfe, um digitale Projekte umzusetzen oder entsprechendes Personal zu qualifizieren.

Einen praxisnahen Einblick in den Einsatz generativer KI im Unternehmensalltag gab Bastian Prell vom Start-up novito.ai in Kooperation mit der Technische Hochschule Wildau. Anhand konkreter Anwendungsbeispiele demonstrierte er, wie KI-gestützte Systeme Texte, Bilder oder Datenanalysen erzeugen und so Marketing- und Geschäftsprozesse effizienter gestalten können.

Praxisberichte aus regionalen Unternehmen

Wie digitale Strategien in der Praxis wirken, berichteten anschließend regionale Unternehmen. Die SCHIELICKE BAU Hoch-, Tief- und Ingenieurbau GmbH aus Beelitz, vertreten durch Thomas Block-Deponte, schilderte, wie sie durch gezielte Social-Media-Aktivitäten ihre Arbeitgebermarke stärken und Fachkräfte gewinnen konnte. Authentische Einblicke in Bauprojekte und Teamarbeit hätten die Reichweite deutlich erhöht und neue Bewerbungen generiert.

Auch das Tower Restaurant Cockpit auf dem Flugplatz Schönhagen, vertreten durch Christoph Wulf, berichtete von positiven Erfahrungen. Durch regelmäßige Beiträge, Veranstaltungsankündigungen und visuelle Eindrücke aus dem Restaurantalltag sei es gelungen, neue Gästegruppen anzusprechen und die Auslastung zu steigern.

Ein besonders bewegender Beitrag kam von Dimitri Kapetzke von der MillStep Maschinenbau UG. Unter dem Titel „Wie Social Media mich nach der Insolvenz gerettet hat“ schilderte er offen seinen unternehmerischen Neuanfang. Durch konsequente Präsenz auf digitalen Plattformen, transparente Kommunikation und den gezielten Einsatz von Online-Marketing habe er neue Kunden gewonnen und Vertrauen zurückerlangt.

Innovation und Austausch vor Ort

Abgerundet wurde das Programm durch die Vorstellung der Projekte der Hochschulpräsenzstelle Luckenwalde sowie einen Rundgang durch den Makerspace. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich über Kooperationsmöglichkeiten, Forschungsprojekte und Innovationsangebote zu informieren.

Bei dem anschließenden Austausch entwickelten sich intensive Gespräche zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft. Visitenkarten wurden ausgetauscht, erste Kooperationen angedacht und Erfahrungen geteilt. Die offene Atmosphäre machte deutlich, dass digitale Transformation nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel regionaler Akteure gelingt.

Starkes Signal für die digitale Zukunft der Region

Mit dem „Treffpunkt Wirtschaft PM + TF“ setzten die Wirtschaftsförderung Teltow-Fläming und das Netzwerk Schule & Wirtschaftsforum PM der TGZ PM GmbH ein starkes Zeichen für digitale Zukunftsfähigkeit. Die Veranstaltung zeigte: Social Media und KI sind keine abstrakten Trends, sondern konkrete Werkzeuge für mehr Sichtbarkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum in der Region.

 

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