3. Juni 2026 / Aktuell

Schulgesundheitsfachkräfte entlasten Schulen und Eltern

Positive Zwischenbilanz des Angebots

Veröffentlicht am 3. Juni 2026 um 13:00 Uhr von Kreisverwaltung Teltow-Fläming

Seit Beginn des aktuellen Schuljahres am 5. September 2025 sind im Landkreis Teltow-Fläming sechs Schulkrankenschwestern, sogenannte „Schulgesundheitsfachkräfte“, an sieben Grund- und Oberschulen im Einsatz.

Die examinierten Pflegefachkräfte verfügen an den Schulen über eigene Behandlungsräume und übernehmen dort die Versorgung gesundheitlicher Anliegen von Schülerinnen und Schüler sowie des Schulpersonals. Darüber hinaus koordinieren sie Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung innerhalb der Schulgemeinschaft.

Die ersten Ergebnisse des Projekts zeigen deutlich: Das Angebot wird an den beteiligten Schulen intensiv genutzt und hat sich bereits nach kurzer Zeit als unverzichtbarer Bestandteil des Schulalltags etabliert.

Mehr als 7.600 Kontakte in sechs Monaten

In den ersten sechs Monaten wurden insgesamt 7.609 Kontakte mit Schülerinnen und Schülern dokumentiert. Das entspricht im Durchschnitt  rund 15 Einsätze pro Tag und Fachkraft. Bei etwa  95 Prozent der Kontakte handelte es sich um akute Beschwerden, Schmerzen oder Verletzungen. In den übrigen Fällen standen die Betreuung chronischer Erkrankungen sowie soziale, psychische und seelische Belastungen im Vordergrund.

Besonders bemerkenswert ist die hohe Wirksamkeit der Versorgung vor Ort: Über 91 Prozent der Kinder konnten nach der Behandlung direkt wieder am Unterricht teilnehmen.

Schnelle Versorgung vor Ort

 

Notfallweiterleitungen waren hingegen nur in Ausnahmefällen erforderlich. Statistiken der Unfallkassen Brandenburg und Hessen bestätigen zudem, dass an Schulen mit Schulgesundheitsfachkraft durchschnittlich jeder dritte Rettungswageneinsatz vermieden werden kann.

Die Schulgesundheitsfachkräfte schließen damit eine entscheidende Lücke zwischen Schule, Elternhaus und Gesundheitssystem. Sie versorgen akute Beschwerden, leisten Erste Hilfe, beraten bei psychischen Belastungen und sind häufig wichtige Vertrauenspersonen für Kinder, insbesondere auch im Bereich des Kinderschutzes.

Wichtige Anlaufstelle

Gerade an sozial belasteten Schulen übernehmen die Fachkräfte eine zentrale Rolle als niedrigschwellige und kontinuierlich erreichbare Anlaufstelle. Die bisherigen Auswertungen zeigen, dass sich die Nutzung der Angebote je nach sozialem Umfeld der Schulen unterscheidet.

Während an sozial stärker belasteten Schulen vor allem akute gesundheitliche Problemlagen im Vordergrund standen, wurde an Schulen mit geringerer sozialer Belastung ein breiteres Spektrum an Gesprächs- und Beratungsanlässen dokumentiert.

Beitrag zur Prävention und Chancengleichheit

Die bisherigen Ergebnisse machen deutlich, dass Schulgesundheitsfachkräfte flexibel auf die unterschiedlichen Bedarfe im Schulalltag reagieren und dabei nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch Familien, Lehrkräfte und das Gesundheitssystem spürbar entlasten.

Das Projekt zeigt bereits nach kurzer Zeit, welches Potenzial in einer dauerhaft verankerten schulischen Gesundheitsversorgung liegt – als wichtiger Beitrag zu Prävention, Chancengleichheit und einer verlässlichen Unterstützung im Schulalltag.

Weitere Informationen zur Arbeit der Schulgesundheitsfachkräfte und den teilnehmenden Schulen sowie den aktuellen Zwischenergebnisbericht finden Sie unter: Schulgesundheitsfachkräfte - Landkreis Teltow-Fläming.

 

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