Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Landkreises Teltow-Fläming hat die Schuleingangsuntersuchungen für 1.835 zukünftige Erstklässler abgeschlossen. 82,3 Prozent der untersuchten Kinder erhielten durch das ärztliche Personal die Empfehlung zur Einschulung.
Im Rahmen der Untersuchung konnten die Ärzte zudem folgende vorläufige Beobachtungen machen:
Zunehmende Defizite in Aufmerksamkeit und Konzentration sowie verstärktes unruhiges Verhalten
Schwierigkeiten in Grob- und Feinmotorik, z. B. Stifthaltung und Bewegungskoordination
Sprachliche Defizite, teilweise trotz logopädischer Förderung
Leichte Tendenz zu Gewichtszunahme (BMI)
Mögliche Ursachen könnten auf weniger Bewegung sowie vermehrten Medienkonsum zurückgeführt werden. Dies wirkt sich negativ auf Motorik, Aufmerksamkeit und Konzentration aus.
Die Schuleingangsuntersuchungen liefern wichtige Hinweise auf den Entwicklungsstand von Kindern im Landkreis und bilden eine wesentliche Grundlage für die fachliche Bewertung durch den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst.
„Die jetzt vorliegenden Beobachtungen werden wir sorgfältig auswerten und einordnen. Dabei geht es nicht um einzelne Befunde, sondern um die Frage, welche Entwicklungen sich daraus für den Landkreis insgesamt ableiten lassen. Wenn Kinder mit sprachlichen, motorischen oder Konzentrationsproblemen in die Schule starten, betrifft das nicht nur die Familien, sondern die gesamte Bildungsbiografie“, erklärt Michael Grunst, Erster Beigeordneter des Landkreises Teltow-Fläming.
Die umfassende Auswertung der Ergebnisse wird im Herbst 2026 vorliegen. Anschließend sollen die Erkenntnisse gemeinsam mit Fachleuten sowie den relevanten Akteuren vor Ort erörtert werden. Ziel ist es, ein gemeinsames Bild der Situation zu gewinnen und Schlussfolgerungen für die weitere Arbeit abzuleiten.
Frühzeitige Förderung in Sprache, Motorik und sozialen Fähigkeiten ist entscheidend, um allen Kindern einen erfolgreichen Start in die Schule zu ermöglichen. Regelmäßige, gezielte Angebote für Bewegung, sprachliche Anregung und soziales Lernen können Entwicklungsdefiziten entgegenwirken.
Zudem empfiehlt der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Eltern, die Vorsorgeuntersuchung für Kinder im Alter von 30 bis 42 Monaten wahrzunehmen. Bei dieser Untersuchung können mögliche Entwicklungsverzögerungen frühzeitig erkannt und passende Fördermaßnahmen empfohlen werden.
Weitere Informationen erhalten Eltern unter:
https://www.teltow-flaeming.de/was-erledige-ich-wo/sachgebiet/kinder-und-jugendgesundheitsdienst
Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst wünscht allen Kindern und Eltern einen erfolgreichen und fröhlichen Schulstart!

