17. April 2026 / Aktuell

Ökologischer Landbau in Brandenburg weiter auf hohem Niveau

Bilanz für das Jahr 2025: 17,6 Prozent Öko-Fläche

Veröffentlicht am 17. April 2026 um 10:21 Uhr von Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

Anzahl der ökologisch wirtschaftenden landwirtschaftlichen Betriebe auf 1.634 gestiegen

Der ökologische Landbau in Brandenburg hat sich auf einem hohen Niveau stabilisiert: 17,6 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen wurden im Jahr 2025 ökologisch bewirtschaftet (2024: 18,0 Prozent, 2023: 17,3 Prozent). Von den insgesamt 1.286.200 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche wurden 227.136 Hektar ökologisch bewirtschaftet. Brandenburg zählt damit weiterhin zu den Bundesländern mit dem höchsten Anteil an Ökofläche.

Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt unterstreicht die Bedeutung des Ökolandbaus: „Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich, dass der ökologische Landbau in Brandenburg auch in der derzeit wirtschaftlich äußerst anspruchsvollen Lage der Landwirte eine wichtige Rolle spielt. Wir setzen uns weiterhin für die Stärkung der Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen ein, um die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft hier in Brandenburg zu sichern und die regionalen Wertschöpfungsketten zu stärken. Hierzu fördern wir den Aufbau von Wertschöpfungsketten und die Einrichtung von Öko-Modellregionen. Nur so können wir den nachhaltigen Erfolg dieser wichtigen Branche langfristig sichern, insbesondere um auch die starke Nachfrage in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg weiterhin bedienen zu können, und einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit der Bevölkerung in unserer Heimat zu leisten.“

Im Jahr 2025 waren in Brandenburg insgesamt 1.634 Unternehmen tätig, die nach ökologischen Kriterien wirtschaften – das sind 13 mehr als im Vorjahr. Davon waren 1.166 auf die ökologische Erzeugung spezialisiert, während 177 Unternehmen sowohl in der Erzeugung als auch in der Verarbeitung tätig waren. Die Zahl der Verarbeitungsbetriebe (ohne landwirtschaftliche Primärerzeugung) stieg 2025 auf 402, was einen Zuwachs von neun Unternehmen im Vergleich zum Jahr 2024 darstellt. Darüber hinaus unterliegen weitere Unternehmen wie Importeure, Futtermittelhersteller und Handelsunternehmen dem Öko-Kontrollverfahren. Zudem gibt es in Brandenburg 26 Betriebe, die ausschließlich Außer-Haus-Verpflegung anbieten, wie zum Beispiel in Schulkantinen.

In der laufenden Förderperiode werden drei brandenburgische Öko-Modellregionen gefördert. Sie beschäftigen sich mit den Themen Bio-Obst und Bio-Gemüse aus dem Havelland, Logistiklösungen für regional erzeugte Bioprodukte in der Region Prignitz-Ruppin sowie die Verwendung von bio-regionalen Produkten in der Außer-Haus-Verpflegung im Landkreis Barnim.

Darüber hinaus werden derzeit vier Wertschöpfungsketten-Projekte im Bereich der ökologischen Erzeugung und Verarbeitung vom Land gefördert.

Um die Vernetzung und den fachlichen Austausch im Bio-Bereich zu fördern, veranstaltet das Agrarministerium im Jahr 2026 zudem wieder Brandenburger Bio-Marktinformationsgespräche zu ausgewählten Themen wie Logistik, Vermarktungswege oder Außer-Haus-Verpflegung. Das fördert den persönlichen und fachlichen Austausch zwischen allen Akteurinnen und Akteuren entlang der Bio-Wertschöpfungskette.

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