12. Juni 2026 / Aktuell

Elektronische Fußfessel und Anti-Gewalt-Training zum Schutz vor häuslicher Gewalt

Bundesrat billigt Gesetzesänderungen

Veröffentlicht am 12. Juni 2026 um 14:14 Uhr

Der Bundesrat hat heute mehrere Gesetzesänderungen zur Verbesserung des Schutzes vor häuslicher Gewalt gebilligt. Mit den Änderungen werden die Möglichkeiten der Familiengerichte erweitert, um Betroffene wirksamer vor Gewalt zu schützen. Künftig können Gerichte in Hochrisikofällen insbesondere das Tragen elektronischer Fußfesseln anordnen und Gewalttäter zur Teilnahme an Anti-Gewalt-Trainings oder Gewaltpräventionsberatungen verpflichten.

Justizminister Dr. Benjamin Grimm erklärt: "Mit der heutigen Billigung des Bundesrates erreichen wir einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einem besseren Schutz von Opfern häuslicher Gewalt. Ich danke der Bundesjustizministern Dr. Stefanie Hubig für ihre Gesetzesinitiative und den Ländern für die Unterstützung dieses wichtigen Vorhabens. Elektronische Fußfessel, Anti-Gewalt-Training und weitere Schutzmaßnahmen stärken die Prävention und helfen dabei, Gewalt frühzeitig zu verhindern. Unser Ziel ist klar: Betroffene sollen besser geschützt und Gewalttaten möglichst verhindert werden, bevor sie geschehen."

Die Änderungen sehen insbesondere vor, dass Familiengerichte in Hochrisikofällen elektronische Fußfesseln anordnen können, um die Einhaltung von Annäherungsverboten wirksam zu überwachen. Zudem erhalten Gerichte die Möglichkeit, Täter zur Teilnahme an sozialen Trainingskursen, insbesondere Anti-Gewalt-Trainings, oder zu Gewaltpräventionsberatungen zu verpflichten.

Darüber hinaus werden Verstöße gegen gerichtliche Gewaltschutzanordnungen künftig schärfer sanktioniert. Das Höchstmaß der Freiheitsstrafe wird von zwei auf drei Jahre angehoben. Familiengerichte erhalten außerdem die Möglichkeit, Auskünfte aus dem Nationalen Waffenregister einzuholen, um Gefährdungslagen besser einschätzen zu können.

Mit der Zustimmung des Bundesrates sind die gesetzlichen Voraussetzungen für einen verbesserten Schutz vor häuslicher Gewalt geschaffen worden. Das Gesetz ist ein weiterer wichtiger Schritt, um Betroffene wirksamer zu schützen und Gewalt nachhaltig vorzubeugen.

Meistgelesene Artikel

Seestrand Senftenberg wird modernisiert und erweitert: Zweckverband Lausitzer Seenland erhält 1,66 Millionen Euro
Kommunen

Der Seestrand Senftenberg wird modernisiert und touristisch ausgebaut: Die Chefin der Staatskanzlei, Ministerin Kathrin...

weiterlesen...
Jäger tödlich verletzt (Nuthe-Urstromtal, Jänickendorf, Waldgebiet)
Polizeimeldung

Am Sonntagabend waren zwei 56 und 82 Jahre alte Männer gemeinsam im Wald bei Jänickendorf auf Jagd. Dabei sollen nach...

weiterlesen...
Neuer Treffpunkt für Ruhlsdorf: Verein sammelt Spenden für Volleyballplatz
Aktueller Hinweis

Ein neuer Volleyballplatz soll in Ruhlsdorf künftig Sport und Dorfgemeinschaft zusammenbringen.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Anwälte: Pike nach gescheiterter Hinrichtung bei Bewusstsein
Aus aller Welt

Nach einem gescheiterten Hinrichtungsversuch in Tennessee war Christa Pike zunächst bewusstlos. Nun ist sie laut ihren Anwälten wieder ansprechbar - einiges andere ist aber noch offen.

weiterlesen...
Amtsblatt Nr. 17/2026 erschienen
Kommunen

Das "Amtsblatt für die Stadt Luckenwalde" wird direkt durch die Stadt Luckenwalde herausgegeben und enthält...

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Gut vernetzt für mehr biologische Vielfalt
Aktuell

Expertinnen und Experten aus Landwirtschaft und Naturschutz trafen sich in Baruth/Mark (Landkreis Teltow-Fläming).

weiterlesen...