Neben einem Workshop zur Saatgutgewinnung stellt die Naturparkverwaltung regionales Saatgut kostenlos zur Verfügung. Alle Teilnehmenden sind eingeladen, selbst vorhandenes Saatgut oder Pflanzen zum Tausch mitzubringen.
Die Teilnehmenden erwartet ein fachkundiger Input in die naturnahe Gartengestaltung sowie ein praktischer Workshop zum Thema Saatgut und zur Samengewinnung. Für mehr Pflanzenvielfalt in den Gärten des Naturparks Nuthe-Nieplitz sorgt die Naturparkverwaltung mit einem besonderen Starter-Paket: Die Mitarbeiterinnen der Naturparkverwaltung geben Saatgut von 27 regionalen Pflanzenarten aus, das direkt im eigenen Garten ausgesät werden kann. Außerdem sind alle Teilnehmenden dazu eingeladen, selbst geerntetes Saatgut von Blüten- oder Gemüsepflanzen sowie Pflanzenableger zum Tausch oder Verschenken mitzubringen.
Die Samen- und Pflanzentauschbörse findet am 10. Oktober von 14 bis 17 Uhr in der Naturparkverwaltung Nuthe-Nieplitz (Beelitzer Straße 24, 14947 Nuthe-Urstromtal OT Dobbrikow) statt.
Die Veranstaltung ist kostenlos. Für eine bessere Planung wird um Anmeldung per E-Mail gebeten unter np-nuthe-nieplitz@lfu.brandenburg.de oder Telefon 033732 506-10.
Hintergrund
In der teils strukturarmen Landschaft bieten naturnah gestaltete Gärten wichtige Lebensräume für zahlreiche Insekten, Vögel und andere Kleintiere. Insekten bestäuben zahlreiche Obst- und Gemüsearten, zersetzen Pflanzenreste, tragen zu gesunden Böden bei und helfen dabei, die Vermehrung von Schädlingen auf natürliche Weise zu regulieren. Gleichzeitig sind sie eine wichtige Nahrungsquelle für viele andere Tiere – etwa Vögel, Kleinsäuger und Reptilien.
Damit Insekten sich ansiedeln und dauerhaft wohlfühlen können, benötigen sie ein reichhaltiges und vielfältiges Angebot an heimischen Nahrungspflanzen, geeignete Eiablage- und Überwinterungsplätze. Von blütenbesuchenden Insekten hängt es maßgeblich ab, wie es mit der Ernte bestellt ist. Denn bei fast all unseren Kulturpflanzen übernehmen Wildbienen die Bestäubung. Aber auch Wildpflanzen, die Nahrung für viele Tierarten sind, sind auf Bestäuber angewiesen.
Insekten brauchen Vielfalt: Durch eine mosaikartige Mahd von Wiesen und die Förderung heimischer Wildpflanzen können Insekten sowohl in der freien Landschaft als auch in Parks und Gärten unterstützt werden. Denn viele Insekten haben sich im Laufe der Evolution gemeinsam mit den heimischen Pflanzen entwickelt und sind an deren Blüten angepasst. Zahlreiche Arten sind hochspezialisiert und auf ganz bestimmte Wildpflanzen angewiesen. Wo diese Pflanzen verschwinden, verlieren auch die darauf spezialisierten Insekten ihre Lebensgrundlage.
Die Nationalen Naturlandschaften in Brandenburg, zu denen alle Naturparke und Biosphärenreservate gehören, sind im Jahr 2022 der Initiative „Natur im Garten“ beigetreten. Die Initiative zeichnet Gärten aus, die der Grundidee „Gärtnern mit der Natur“ folgen und für mehr Artenvielfalt im heimischen Garten sorgen. Gärten, die diese Kriterien erfüllen, können mit einer Plakette ausgezeichnet werden.
Informationen zum Mitmachen finden Interessierte unter: https://www.natur-brandenburg.de/erleben-lernen/naturimgarten/

