1. Juli 2026 / Aktuell

„Dein Einsatz für Igel“

Großes Interesse an Brandenburger Tierschutz-Kampagne

Veröffentlicht am 1. Juli 2026 um 08:56 Uhr von Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz

„Mähroboter zuhause? Während Dämmerung und Nacht ist Igel-Pause.“ Das ist die zentrale Botschaft der Brandenburger Tierschutzkampagne „Dein Einsatz für Igel“, die Ende April auf der dritten Tierschutzkonferenz vorgestellt wurde. Hintergrund ist die zunehmende Verbreitung von Mährobotern: Sie erleichtern zwar die Gartenarbeit, stellen jedoch eine erhebliche Gefahr für Wildtiere dar. Besonders betroffen sind nachtaktive Igel, die bei einem Kontakt mit den Geräten schwere, teils lebensbedrohliche Verletzungen erleiden können. Die geräuscharmen Mähroboter werden von den Tieren erst spät wahrgenommen und sind technisch nicht ausreichend ausgereift, um Kleintiere zweifelsfrei vor einem Kontakt zu erkennen. Die Informationsoffensive wurde an Tierschutzorganisationen, Vereine, Tierarztpraxen und Kommunen verteilt. Die Nachfrage nach den Plakaten ist sehr hoch. Gleichzeitig werden auch immer mehr Kommunen in der Sache aktiv: So haben der Landkreis Dahme-Spreewald und die Stadt Cottbus jüngst per Allgemeinverfügung ein Nachtfahrverbot für Mähroboter erlassen. Andere Kreise und Kommunen bieten Informationen auf ihren Internetseiten.

Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt: „Kommunikation ist ganz entscheidend. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher, die in ihrem Garten einen Mähroboter nutzen, wissen einfach gar nicht, dass das Gerät ab der Abenddämmerung bis zum Morgengrauen für Wildtiere eine lebensbedrohliche Gefahr darstellt. Mit unserer Kampagne wollen wir mehr Bewusstsein für dieses Problem schaffen. Mit den entsprechenden Informationen handeln die meisten sofort und programmieren ihre Mähroboter so, dass sie nachts nicht fahren. Mit dieser einfachen Maßnahme kann man aktiv sehr viel Tierleid verhindern. Und wir wollen weiter auf Informationen setzen und aufklären.“

Landestierschutzbeauftragte Dr. Anne Zinke: „Die Resonanz zu unserer Tierschutz-Kampagne ist wirklich überwältigend. Ich freue mich, dass so viele Menschen Interesse zeigen und direkt handeln. Wir wollen Mähroboter nicht verbieten! Sie sind effektive Gartenhelfer. Wir wollen aufklären, informieren und eine Lösung zeigen. Und es ist so einfach: Wer seinen Mähroboter in der Dämmerung und nachts stehen lässt, leistet so ganz einfach einen aktiven Beitrag zum Tier- und Artenschutz.“

Internet: https://mleuv.brandenburg.de/info/maehroboter-und-co

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