6. Februar 2026 / Aktuell

Brandenburg deutlich verbessert im Deutschland-Index Digitale Verwaltung 2025

Brandenburg zählt zu den größten Aufsteigern im Deutschland-Index Digitale Verwaltung 2025.

Veröffentlicht am 6. Februar 2026 um 11:42 Uhr von Ministerium der Justiz und für Digitalisierung

Das geht aus der aktuellen Untersuchung des Fraunhofer Kompetenzzentrums Öffentliche IT (ÖFIT) hervor. Die Studie bescheinigt der brandenburgischen Verwaltung insbesondere einen sehr guten Zugang sowie eine hohe Benutzerfreundlichkeit der digitalen Verwaltungsangebote.

Die positiven Ergebnisse spiegeln sich auch in der Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger wider: 61,4 Prozent der Brandenburgerinnen und Brandenburger stimmen der Aussage zu, dass viele Verwaltungsleistungen online beantragt werden können. Damit erreicht Brandenburg bundesweit den dritthöchsten Wert und verzeichnet zugleich die stärkste Steigerung aller Länder gegenüber dem Index 2023.

Digitalminister Dr. Benjamin Grimm erklärt dazu: "Der Index zeigt deutlich, dass die gemeinsamen Anstrengungen von Land und Kommunen Wirkung entfalten. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger erleben, dass Verwaltungsleistungen digital, nutzerfreundlich und verlässlich zur Verfügung stehen. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einer modernen und leistungsfähigen Verwaltung."

Auch das Vertrauen in den Umgang der Verwaltung mit persönlichen Daten ist deutlich gewachsen. 72,3 Prozent der Befragten geben an, der Verwaltung bei der Datenhaltung zu vertrauen. Das entspricht dem vierthöchsten Wert im Ländervergleich und der größten Vertrauenszunahme aller Bundesländer seit der letzten Erhebung.

Im Bereich des Ausbaus von Online-Verwaltungsleistungen zeigt sich eine überdurchschnittliche Dynamik. Im Mai 2025 standen in Brandenburg 204 Online-Dienste nach dem Onlinezugangsgesetz (OZG) flächendeckend zur Verfügung. Zwar liegt Brandenburg damit weiterhin im unteren Bereich des Ländervergleichs, jedoch wurden zwischen Mai 2023 und Mai 2025 77 neue Online-Dienste eingeführt - mehr als im bundesweiten Durchschnitt.

Gleichzeitig macht der Index deutlich, wo weiterer Handlungsbedarf besteht. Insbesondere bei der Nutzung digitaler Basiskomponenten wie Online-Bezahlfunktionen, elektronischer Identifizierung (eID), digitalen Bescheiden, Servicekonten oder Chatbots liegt Brandenburg derzeit noch unter dem Länderdurchschnitt. Diese Komponenten sind jedoch entscheidend, um Medienbrüche zu vermeiden, Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten und den Nutzen digitaler Angebote weiter zu erhöhen.

Minister Grimm betont: "Die Ergebnisse sind Ansporn und Auftrag zugleich den eingeschlagenen Weg konsequent, zielgerichtet und wirkungsvoll weiter zu verfolgen, um Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und auch die Verwaltung bessere digitale Angebote bieten zu können und damit nachhaltig zu entlasten"

Das ÖFIT empfiehlt, den Fokus auf die flächendeckende Bereitstellung von Online-Verwaltungsleistungen und den Ausbau der Basiskomponenten zu legen. Brandenburg wird diesen Weg konsequent weitergehen und die Digitalisierungsmaßnahmen gemeinsam mit den Kommunen weiter vertiefen.

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Hintergrund


Der Deutschland-Index der Digitalisierung 2025 des Kompetenzzentrums Öffentliche IT (ÖFIT) analysiert den Stand und die Entwicklung der Digitalisierung in Deutschland in den Bereichen Infrastruktur, Digitales Leben und Digitale Verwaltung. Die Ländersteckbriefe ermöglichen einen differenzierten Vergleich der Bundesländer.

Weitere Informationen:
https://www.oeffentliche-it.de/publikationen/deutschland-index-2025-regional-laendersteckbriefe/

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