23. Februar 2026 / Aktuell

Ausbruch der Newcastle Disease bei Putenmast-bestand im Landkreis Oder-Spree festgestellt

Im Landkreis Oder-Spree ist in einem Putenmastbestand mit etwa 23.000 Tieren der Ausbruch der Newcastle-Krankheit (Newcastle Disease, ND) amtlich fest

Veröffentlicht am 23. Februar 2026 um 09:08 Uhr von Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

Der Landkreis hat alle vorgesehenen Maßnahmen angeordnet.

In dem Betrieb waren erhöhte Tierverluste und klinische Auffälligkeiten aufgetreten. Das Veterinäramt des Landkreises Oder-Spree wurde unverzüglich informiert und hat amtliche Proben genommen. Der abschließende Befund des Friedrich-Loeffler-Instituts bestätigte den Ausbruch der Newcastle-Krankheit.

Die Bekämpfungsmaßnahmen wurden umgehend durch das zuständige Veterinäramt des Landkreises eingeleitet und alle erforderlichen Maßnahmen mit einer Tierseuchenallgemeinverfügung angeordnet. Dazu gehören die tierschutzgerechte Tötung der Tiere und die Einrichtung einer Schutzzone im Radius von mindestens drei Kilometern und einer Überwachungszone im Radius von mindestens zehn Kilometern um den Ausbruchsbestand. Die genauen Grenzen der genannten Restriktionsgebiete werden durch das zuständige Veterinäramt des Landkreises Oder-Spree festgelegt. Die betroffenen Geflügelhalter werden über die erforderlichen Maßnahmen durch den Landkreis informiert. Die epidemiologischen Ermittlungen wurden durch das zuständige Veterinäramt mit Unterstützung des Tierseuchenbekämpfungsdienstes des Landes Brandenburg eingeleitet.

Der letzte Ausbruch der Newcastle Disease beim Hausgeflügel wurde in Brandenburg 1996 festgestellt. Das Virus der Newcastle-Krankheit (aviäres Paramyxovirus) ist weltweit verbreitet. Fast alle Vogelarten können infiziert werden. In Deutschland wird das Virus vor allem bei wild lebenden Tauben nachgewiesen. Die Schwere der hervorgerufenen Erkrankung hängt von der Pathogenität des Virusstammes, der Wirtspezies sowie von der Immunkompetenz der betroffenen Tiere ab. Beim Haushuhn kann die Erkrankung – in Abhängigkeit vom Virusstamm – von sehr milden Verläufen bis zum plötzlichen Tod mit 100-prozentiger Mortalität der Herde variieren.

Neben dem Kardinalsymptom – also der erhöhten Mortalität – mit zuvor aufgetretener Störung des Allgemeinbefindens können zudem folgende Krankheitszeichen auf eine NDV-Infektion hinweisen: Legeleistungsabfall, Ödeme an Kopf und Kehllappen, respiratorische Störungen, Durchfall und nervöse Störungen.

In Deutschland besteht für Hühner und Truthühner, auch in Hobbyhaltungen, eine Impfpflicht gegen die Newcastle Disease. Auch der betroffene Ausbruchsbestand im Landkreis Oder-Spree wurde ordnungsgemäß geimpft. Da die Grundimmunisierung der Jungtiere jedoch noch nicht abgeschlossen war, konnten sie sich mit dem ND-Virus infizieren.

Für Menschen ist das Virus ungefährlich.

Hinweis:

Fragen zur Allgemeinverfügung und den getroffenen Maßnahmen sind an den Landkreis Oder-Spree zu richten.

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