8. Juni 2026 / Aktuell

Auftaktveranstaltung der Initiative für Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

Wirtschaftsministerin Martina Klement stellte die Initiative „Sicherheits- und Verteidigungsindustrie Brandenburg“ vor

Veröffentlicht am 8. Juni 2026 um 10:11 Uhr von Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa

Das Ziel: Gemeinsam Brandenburg als leistungsfähigen Standort für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie zu präsentieren und die Brandenburger Unternehmen in die Wertschöpfungskette einzubinden.

In der SVI-Initiative Brandenburg werden die Kräfte aus Wirtschaftspolitik, Kammern, Fachverbänden, Schlüsselunternehmen und Wirtschaftsförderung gebündelt. Sie soll den Standort Brandenburg fit machen für Ansiedlungen aus der SVI – und damit die Grundlage für Zulieferungen und Kooperationen mit bestehenden Brandenburger Firmen schaffen. Dem Brandenburger Mittelstand soll umgekehrt der Zugang zur Sicherheits- und Verteidigungsindustrie erleichtert werden. Mit dem Treffen vertieft das Land Brandenburg seine Aktivitäten. Das Wirtschaftsministerium und die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) wollen im Rahmen der Initiative zusammen mit interessierten Partnern die Ausgestaltung der Initiative vorantreiben.

Wirtschaftsministerin Martina Klement erklärt: „Die Veränderungen der internationalen Sicherheitslage stellen uns alle vor neue Herausforderungen - in Europa, in Deutschland und auch in Brandenburg. Wir als Land Brandenburg müssen und wir wollen einen Beitrag dazu leisten, unsere Verteidigungsfähigkeit zu stärken und langfristig zu sichern. Brandenburg hat der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie viel zu bieten: verfügbare Industrie- und Konversionsflächen, starke mittelständische Industriekompetenzen, die Nähe zu Bundeswehrstandorten, Test- und Erprobungsmöglichkeiten, motivierte Fachkräfte, eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur, die Nähe zu Berlin mit seiner Forschungs-, Start-up- und Technologielandschaft. Das zeigen die Projekte im Umfeld des Fliegerhorstes Holzdorf/Schönewalde, beim Spreewerk in Lübben oder dem Drohnenunternehmen ONBERG in Brandenburg an der Havel. Mit all unseren Standortvorteilen kann Brandenburg eine Vorreiterrolle einnehmen“

Das sind die aktuellen Themen der SVI-Initiative Brandenburg:

1. Alleinstellungsmerkmale Brandenburgs herausstellen: Die Brandenburger Stärken machen die Hauptstadtregion zur Top-Lage – verfügbare Industrieflächen, Test- und Erprobungsräume, Nähe zu Bundeswehrgroßstandorte u.v.m. sowie die Nähe zum politischen Entscheidungszentrum und Start-up Standort Berlin. Dies wird entlang der SVI-Bedarfe zielgerichtet weiter ausgebaut.

2. Innovation und Zusammenarbeit mit Berlin forcieren: Innovationen aus der dynamischen Berliner Start-up- und Forschungs-Szene können in Brandenburg getestet und in die industrielle Anwendung und Serienfertigung überführt werden. Die Hauptstadtregion ergänzt sich hier für SVI-Unternehmen in bester Weise.

3. Standorte für spezielle SVI-Bedarfe identifizieren: SVI-Produktion hat hohe Anforderungen: an Sicherheit, an Handlungsmöglichkeiten und an Geschwindigkeit zur Umsetzung. Brandenburg kann schnell – und hat Standorte mit guten Voraussetzungen. Zum Beispiel solche, die aus der Konversion kommen.

4. Ansiedlungen aus der SVI für Brandenburg gewinnen: Das Chancenfenster für neue Ansiedlungen ist durch die akute Nachfrage des Bundes da. Brandenburg wird sie nutzen. Die WFBB geht mit passenden Flächenangeboten und der Unterstützung für schnelle Genehmigungsverfahren auf die Unternehmen zu.

5. Neue SVI-Wertschöpfungsketten bilden: Ein weiterer Pluspunkt für die SVI ist das große Interesse im innovativen Brandenburger Mittelstand an Zulieferung und Kooperation. Das ermöglicht den Aufbau neuer Wertschöpfungsketten, von denen noch mehr Unternehmen im Land profitieren können.

6. Kompetenzen gezielt vernetzen: Die erste Brandenburger Kooperationsveranstaltung im März 2026 war ein großer Erfolg. Daran wird die SVI-Initiative anknüpfen und durch die verschiedenen Partner der Initiative eine Fachveranstaltungsreihe mit SVI-Unternehmen für interessierte Brandenburger Kooperationspartner in allen Regionen durchführen.

7. Die SVI-Initiative professionell steuern und gestalten: Für die erfolgreiche Umsetzung dieser Top-Themen bedarf es einer professionellen Steuerung. Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa wird, unterstützt durch die Wirtschaftsförderung Brandenburg, eine zentrale Arbeitsgruppe einrichten, in der die genannten Themenfelder zügig bearbeitet werden. Außerdem richtet die WFBB eine zentrale Ansprechstruktur für Unternehmen ein.

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