Knackpunkt ist der Anschluss des Trogbauwerks an das bestehende Straßennetz auf der Ostseite.
Aufgrund des erheblichen Höhenunterschiedes zwischen der aus dem Trog ankommenden Fahrbahn und dem bestehenden Straßenkörper mit all seinen darunter verlegten Versorgungsleitungen ist der Straßenanschluss deutlich aufwendiger als ursprünglich angenommen. Dieser Mehraufwand für eine verkehrssichere und technisch einwandfreie Anbindung an den Verkehrsknoten soll nun entgegen der Verpflichtung der DB Infra Go auf die Gemeinde abgewälzt werden.
Im November 2025 war die Gemeinde der Bahn entgegengekommen (Vgl. Weiterhin keine Freigabe der Unterführung Karl-Marx-Straße) und hatte sogar angeboten, die Planung und die Baumaßnahme unter angemessener finanzieller Beteiligung der DB InfraGO selbst in die Hand zu nehmen. Diese ausgestreckte Hand wurde von der Bahn jedoch nachträglich ignoriert.
Trotz mehrfacher Nachfragen und offizieller Terminsetzungen durch die Gemeinde verweigert die Bahn bis heute die Nennung eines verbindlichen Fertigstellungstermins. Informationen zum weiteren Vorgehen musste die Gemeinde erst aus der Presse erfahren.
Bürgermeister Michael Schwuchow findet deutliche Worte: "Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit stelle ich mir anders vor. Wir sind der DB InfraGO bereits in erheblichem Maße entgegengekommen, immer mit dem Ziel, die Fertigstellung so schnell wie möglich zu erreichen. Es geht hier nicht nur um einen technisch komplexen Sachverhalt, sondern auch um erhebliche finanzielle Mittel. Deshalb werden wir nun in den gemeindlichen Gremien über das weitere rechtliche und politische Vorgehen beraten".
Um die Fertigstellung zu beschleunigen, lässt die Gemeinde derzeit Ver- und Entsorgungsleitungen im erweiterten Baubereich umverlegen. Auch hierfür hatte sich eigentlich die DBInfraGo bereit erklärt. Michael Schwuchow: "Wir tun alles in unserer Macht Stehende, damit die Baumaßnahme so schnell wie möglich erfolgreich abgeschlossen werden kann."

