Kulturministerin Dr. Manja Schüle übergibt zwei Bescheide an den Museumsverein Glashütte: Mit 50.000 Euro aus dem Museumsstrukturprogramm unterstützt das Ministerium die Vermittlungsarbeit des immateriellen Kulturerbes der manuellen Glasfertigung, mit weiteren 60.000 Euro die Personalkosten im Museumsdorf Baruther Glashütte. Zudem informiert sich die Ministerin über die Arbeit des Freiwilligendienstes „Kultur trifft Handwerk“ und wirft einen ersten Blick auf die Sonderausstellung „Women and Glass“, die am 28. März eröffnet wird.
Die 1716 entstandene Baruther Glashütte ist einer der bedeutendsten technikhistorischen Museumsstandorte des Landes. Das Technische Denkmal mit Hüttengebäuden aus den Jahren 1844 und 1861 bildet zusammen mit Arbeiterhäusern, Gasthof und Alter Schule ein parkähnliches Ortsensemble inmitten des Naturschutzgebietes Baruther Urstromtal. Das Museumsdorf Baruther Glashütte entstand nach der Stilllegung des VEB Glashütte im Jahr 1980. Der Verein zur Rettung und Pflege des Industriedenkmals wurde 1991 gegründet. Die manuelle Glasfertigung wurde 2015 auf Initiative des Museums Baruther Glashütte in das deutsche Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes eingetragen, 2023 wurde sie in das internationale UNESCO-Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Seit 2024 können Interessierte ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in kulturorientierten Handwerksberufen absolvieren, darunter auch im Glasstudio des Museums. Der von der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Brandenburg betreute Freiwilligendienst ‘Kultur trifft Handwerk‘ ist der erste seiner Art in Deutschland. Das neue Programm ist im Bereich handwerklicher Arbeit und kreativer Gestaltung angesiedelt und soll der Berufsorientierung dienen. Für landesweit sieben Plätze stellt das Kulturministerium im FSJ-Jahr 2026/27 rund 160.000 Euro bereit.

