28. Mai 2026 / Aktuell

10 Jahre Eigenbetrieb Wohnen

Gemeinsam für bezahlbaren Wohnraum in Rangsdorf

Veröffentlicht am 28. Mai 2026 um 21:00 Uhr von Gemeinde Rangsdorf

Der Eigenbetrieb Wohnen feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Dieses Jubiläum ist eine gute Gelegenheit, auf die vergangenen Jahre zurückzublicken und zugleich nach vorn zu schauen.
Seit seiner Gründung am 1. Januar 2016 kümmert sich der Eigenbetrieb um die Wohn-, Geschäfts- und Erholungsgrundstücke der Gemeinde Rangsdorf. Dazu gehören Mietwohnungen, Pachtgrundstücke und Erbbaugrundstücke ebenso wie Sanierungen und Neubauten.
Der Eigenbetrieb arbeitet wirtschaftlich solide und investiert erwirtschaftete Überschüsse wieder in die Modernisierung und den Erhalt der Gebäude. Einnahmen entstehen durch Mieten, Pachten und Erbbaurechte. Freiwerdende Grundstücke werden – je nach Lage und Größe – neu verpachtet oder als Erbbaurecht vergeben. So konnten allein im Jahr 2026 bereits zwei neue Pachtverträge abgeschlossen und ein Erbbaurecht vergeben werden. Die jährlich inzwischen mehr als 120.000 € Erbbaupachterträge bilden eine solide Grundfinanzierung des Eigenbetriebes. 
In den vergangenen Jahren hat sich der Wohnungsmarkt in Rangsdorf stark verändert. Bezahlbarer Wohnraum wird knapper und viele Menschen suchen dringend eine passende Wohnung. 
Immer häufiger wenden sich Bürger*innen an den Eigenbetrieb, weil Wohnungen auf dem freien Markt kaum noch bezahlbar sind.
Besonders Menschen in schwierigen Lebenssituationen benötigen Unterstützung – etwa nach einer Trennung, bei Krankheit, Arbeitslosigkeit oder nach einer Eigenbedarfskündigung. Auch lange Bearbeitungszeiten bei Sozialleistungen erschweren oft die Wohnungssuche. Der Eigenbetrieb hilft hier, Wohnraum zu sichern und Menschen neue Perspektiven zu geben.
Bis 2015 wurden die Wohnungen der Gemeinde eher auf Verschleiß genutzt, es gab wenig Unterhaltung, freie Wohn- und Pachtgrundstücke wurden verkauft. Damit wurde der Gemeindehaushalt aus dem Wohnungsbestand jährlich mit meist mehr als 100.000 € unterstützt. 2015 hat die Gemeindevertretung dann einen Kurswechsel eingeleitet.
Mit seinen Wohnungen leistet der Eigenbetrieb deshalb einen wichtigen Beitrag für das soziale Miteinander in Rangsdorf. Familien, Paare, Alleinstehende und Senior*innen mit geringem oder 
mittlerem Einkommen konnten hier ein Zuhause finden. Auch altersgerechte und barrierearme Wohnungen gehören zum Angebot. 
Aktuell umfasst der Bestand rund 160 Wohneinheiten. Seit Bestehen des Eigenbetriebs wurden 24 Wohnungen grundhaft saniert und insgesamt 98 Mietverträge abgeschlossen. Dabei investierte der Eigenbetrieb rund 804.000 Euro in die Sanierung der Wohnungen. Weitere rund 811.000 Euro flossen in Reparaturen, neue Heizungen und die Modernisierung technischer Anlagen. Weitere Projekte sind bereits geplant.
Derzeit laufen die Vorbereitungen für Sanierungsarbeiten an den Wohngebäuden in der Großmachnower Allee 2 und 3 sowie Am Stadtweg 6 – 12. An der Großmachnower Allee soll die Heizung erneuert werden, verbunden mit einer Sanierung der Versorgungsstränge in den Häusern. Letzteres soll auch Am Stadtweg erfolgen. Die Baugenehmigung sieht hier auch die energetische Ertüchtigung und die Erneuerung der Balkone vor. 
Ein wichtiger Meilenstein war der Neubau am Jütenweg 1–3. Dort konnten im Jahr 2023 insgesamt 15 neue Wohnungen bezogen werden. Die modernen und barrierearmen Wohnungen bieten Platz für Menschen jeden Alters und verschiedener Einkommensgruppen. Dank der Föderung des Landes Brandenburg konnte hier bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Besonders geschätzt werden die ruhige Lage am Waldrand sowie der Spielplatz und Fitness-Parcours direkt an der Wohnanlage. Aufgrund der langen Baugenehmigungszeiten - das Projekt musste zwei Mal umprojektiert werden - haben sich die Baukosten auch erheblich erhöht. 
Der Anstieg der Kosten resultiert wesentlich aus den allgemein gestiegenen Baukosten von 2016 bis 2020. 
Auch in Zukunft möchte die Gemeinde weiteren bezahlbaren Wohnraum schaffen. Geplant wird bereits ein weiteres Mehrfamilienhaus an der Walther-Rathenau-Straße 102.
Klar ist jedoch auch: Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt hoch. Steigende Bau- und Instandhaltungskosten stellen Städte und Gemeinden weiterhin vor große Herausforderungen.
Daneben wurde in den ersten Jahren der Bau der Rettungswache in der Winterfeldallee auf einem Wohngrundstück des Eigenbetriebes realisiert. Die Wache wurde an den Rettungsdienst im Landkreis für den Eigenbetrieb kostenneutral vermietet. Die Rettungswache ist ein wichtiger Beitrag für die Sicherheit der Bürger*innen in Rangsdorf. 
Ein weiteres Projekt ist die Errichtung eines Imbissgebäudes am westlichen Bahnhofsvorplatz. 
Hier läuft derzeit das Baugenehmigungsverfahren. 
Der Eigenbetrieb Wohnen wird sich deshalb auch künftig dafür einsetzen, dass Rangsdorf für Menschen aller Generationen und Einkommensgruppen ein lebenswerter Ort bleibt.

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